Sonntag 21. Juli 2019

16. Oktober 2015 - FarmerNews

Präsident Geingob hat eine verheerende Bilanz der Resettlement-Politik gezogen. Im Moment sei sie ein Desaster. Die Ansiedlung von Neufarmern habe die gewünschten Ziele verfehlt. Um die Probleme zu bekämpfen, will Geingob stärker auf Ausbildung setzen. Er schlug vor, dass zum Beispiel pensionierte Farmer Neufarmern helfen könnten. Außerdem kündigte Geingob an, das Resettlement-Programm zu überdenken.

Die Folgen der Dürre machen sich langsam auch in den Bilanzen von Meatco bemerkbar. Konzern-Chef Rukoro erklärte, dass sich Gewicht und Zustand der gelieferten Tiere gewaltig verschlechtert hätten. Nach seinen Angaben ist zum Beispiel das Durchschnittsgewicht der Schlachttiere im Vergleich zu 2014 um knapp sieben Kilo zurückgegangen. Das hat auch Auswirkungen auf die Verkaufspreise. Rukoro rechnet nach eigenen Angaben mit einem Rückgang in Norwegen beispielsweise von rund zehn Prozent.

Die Farmer in Namibia müssen sich umstellen. Die Dürren der letzten Jahre haben aus Sicht von Experten gezeigt, dass noch besser gewirtschaftet werden muss. Bei den Kongressen von NAU/NLU und LPO machten sie klar, dass die Farmer stärker auf Technik und genaue Datenauswertung setzen müssten. Die gesamte Produktion müsse auf Effektivität getrimmt werden.

Beim NAU-Kongress hat der abgetretene Vorsitzende Wright seine letzte Jahresbilanz vorgelegt. Er verwies auf zahlreiche Probleme in den vergangenen Monaten, unter anderem die Import-Beschränkungen in Südafrika. Er verglich sie mit einem Handels-Embargo, das dazu diene, die südafrikanische Fleischwirtschaft zu schützen. Gleichzeitig äußerte er sich erfreut über den neuen Vertrag mit China. International habe Namibia als Fleischproduzent einen guten Ruf, den es zu bewahren gelte. Wright hatte sein Amt aus privaten Gründen aufgegeben. Sein Nachfolger ist Ryno van der Merwe.


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