Dienstag 23. Oktober 2018

5. Oktober 2018 - FarmerNews


Nach ausgiebigen Diskussionen ist in Windhoek die Landkonferenz zu Ende gegangen. Die rund 800 Delegierten hatten seit Montag diskutiert, wie die Verteilung von Land in Namibia künftig organisiert werden kann. Präsident Pohamba stellte dabei klar, es müssten Lösungen im Sinne aller Namibier gefunden werden. Allerdings sei die aktuelle Situation nicht mehr hinnehmbar, dass der Großteil des Landes in der Hand einer Minderheit sei. Gründungspräsident Nujoma betonte, die Politik dürfe nicht dazu führen, dass weiße Farmer von ihrem Land gejagt würden. Das sei nicht im Interesse der Versorgungssicherheit der Bevölkerung. Sein Nachfolger Pohamba schlug aber vor, die rund 250 kommerziellen Farmen in ausländischer Hand zu fairen Konditionen zu enteignen. Nach Zahlen der Statistikagentur NSA gehören 53 Prozent davon deutschen Staatsbürgern. Die Ergebnisse der Diskussionen unter den Interessengruppen auf der Konferenz sollen nun die Grundlage bilden für die künftige Regierungspolitik.

Das Statistikamt hat nach vier Jahren die Ergebnisse seiner Studio zum Landwirtschaftssektor in Namibia vorgelegt. Eine durchschnittliche Farm ist den Angaben zufolge 3.650 Hektar groß, allerdings reicht die Spanne je nach Nutzungsart von 30.000 Hektar bis zu wenigen Hektar. 95 Prozent der Farmbesitzer leben dauerhaft in Namibier. Für 70 Prozent ist die Landwirtschaft die Haupteinnahmequelle. Die ganze Studie ist auf der Webseite nsa.gov.na abrufbar.

Die Hai||om auf der staatlichen Umsiedlungsfarm Ondear haben vom NAMSOV Community Trust millionenschwere Unterstützung bekommen. Der Fonds Des staatlichen Fischfangunternehmens stellte unter anderem 200 Rinder und einen Traktor bereit. Die Waren und Tiere haben einen Gesamtwert von sieben Millionen Namibia Dollar. Grundlage für die Bereitstellung war eine Abmachung zwischen dem Unternehmen und der Regierung. Namsov zieht sich mit dieser Spende nun allerdings aus dem Programm für benachteiligte Gemeinschaften zurück.

Das Farmerwetter für die kommenden sieben Tage: In den nördlichen Farmgebieten eine stabile Wetterlage mit 35 Grad am Tag und um die 20 Grad in den Nächten. In den Gebieten des „Mais-Dreiecks“ eine ganz ähnliche Wetterlage mit etwa 32 bis 34 Grad am Tag und 20 bis 23 Grad in den Nächten. Im Osten ebenfalls um 31 bis 34 Grad tagsüber, nachts hingehen mit 16 bis 18 Grad etwas milder. In den zentralen Farmgebieten um Windhoek tagsüber um 31 Grad, nachts stets etwa 17 Grad. Im Süden etwas wechselhafter mit 30 bis 37 Grad am Tag und 15 bis 22 Grad in der Nacht. Die Brandgefahr ist landesweit „sehr hoch“. Das „Advanced Fire Information System“ meldet Veldfeuer vor allem aus dem Nordosten sowie dem Osten und Norden der Region Otjozondjupa. Die UV-Strahlung ist mit Werten zwischen 11,1 bis 11,9 „extrem“. Es wird vor ungeschütztem Aufenthalt im Freien gewarnt.


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