Donnerstag 06. August 2020

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1. November 2018 - Nachrichten am Morgen

Die staatliche Diamanten-Agentur Namib Desert Diamonds NAMDIA zahlt ihren Vorstandsmitgliedern im Schnitt mehr als 48.000 Namibia Dollar im Monat. Das geht laut Namibian aus dem Jahresabschluss der Firma hervor, der gestern auf einer Pressekonferenz vorgestellt wurde. Von 2016 bis 2018 seien 8,1 Millionen Dollar an Vergütungen für den Vorstand ausgezahlt worden. Dem Namibian zufolge haben Abgeordnete der Nationalversammlung die Vergütungen bereits als zu hoch kritisiert. Unter den Kritikern sei auch Bergbauminister Tom Alweendo. Namdia hat seine Einnahmen laut Finanzbericht von gut 860 Millionen Dollar im Jahr 2016 auf 1,9 Milliarden Dollar im Jahr 2017 mehr als verdoppelt. Der Staat erhielt eine Dividende von 50 Millionen Dollar.

Die Verurteilung der Geschäftsfrau Susanne Hoff wegen versuchter Ermordung ihres Mannes ist aufgehoben. Laut Allgemeiner Zeitung wies das Obergericht zugleich die Berufung der Staatsanwaltschaft ab, die die verhängte Strafe als zu milde empfand und daher anfechten wollte. Die Begründung zu dem jetzt ergangenen Urteil soll in zehn Tagen nachgereicht werden. Hoff war im Februar vergangenen Jahres zu 30.000 Namibia Dollar Geldstrafe und 300 Stunden Sozialdienst in einem Kinderheim in Katutura verurteilt worden. In dem Mord-Prozess stand Aussage gegen Aussage. Zwei Männer, denen Hoff 10.000 Dollar gegeben hatte, sprachen von einem Mordauftrag. Hoff beteuerte dagegen, die Männer hätten ihrem Mann Pferde abkaufen sollen. Damit habe sie belegen wollen, dass ihr Mann hinter ihrem Rücken ihre Pferde verkaufe.

Die Anti-Korruptions-Kommission ACC soll bei Ermittlungen gegen Bildungsministerin Katrina Hanse-Hirmarwa Aussagen von Zeugen manipuliert haben. Das habe ihr Anwalt gestern bei Vernehmung einer Mitarbeiterin des Ministeriums für städtische und ländliche Entwicklung vor dem Obergericht angeprangert, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach hatte die Zeugin eine Erklärung unterschrieben, die von der ACC aufgestellt und der Formulierung einer Erklärung einer zweiten Zeugin in weiten Passagen glich. Hanse-Himarwa wird vorgeworfen, sie habe im Dezember 2014 als Gouverneurin der Region Hardap bei der Zuteilung von Häusern aus dem staatlichen Wohnungsbau-Projekt in Mariental zwei Empfänger von der Liste streichen und durch Verwandte ersetzen lassen.

Die regierende SWAPO sollte Mitglieder disziplinieren, die die Regierung öffentlich kritisieren. Das habe der Minister für Armutsbekämpfung, Zephania Kameeta, gestern in der Nationalversammlung gefordert, meldet die Presseagentur NAMPA. Kameeta habe sich sichtlich über Äußerungen des Vizeministers für Staatsbetriebe, Veikko Nekundi, geärgert, der vor hohen Ausgaben der Regierung für Personal und soziale Zuschüsse gewarnt hatte. Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila bezeichnete den Schlagabtausch im Parlament gegenüber NAMPA als Zeichen parteiinterner Demokratie. Die Forderung Kameetas nach Disziplinierung relativierte sie als dessen persönliche Ansicht.

US-Präsident Trump will die Zahl der Soldaten an der mexikanischen Grenze deutlich aufstocken. Er hat angekündigt, bis zu 15.000 dorthin zu verlegen. Die Soldaten sollen verhindern, dass Migranten aus Mittelamerika in die USA gelangen. Mehrere tausend Menschen sind derzeit auf der Flucht vor Armut und Gewalt.

Der britische Brexit-Minister Raab ist sich sicher, dass ein Abkommen über den EU-Austritt Großbritanniens in den nächsten drei Wochen fertig wird. Wie er bekannt gab, soll der Deal mit Brüssel bis zum 21. November stehen. Eine offizielle Bestätigung des Termin gab es aus dem Büro von Premierministerin May zunächst nicht.

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