Freitag 24. Mai 2019

1. September 2017 - Nachrichten am Morgen

Das Innenministerium steht erneut vor Gericht, weil es einer deutschen Geschäftsfrau angeblich widerrechtlich die Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert. Laut Allgemeiner Zeitung klagt die seit 22 Jahren im Land lebende Petra Illing in einem Eilantrag gegen die Anordnung, Namibia innerhalb von 21 Tagen zu verlassen. Ihr zufolge haben sich ein Ex-Geschäftspartner aus Simbabwe und eine Mitarbeiterin des Investment Centres gegen sie verschworen. Der Simbabwer habe ihr nach dem Abbruch einer geplanten Partnerschaft gedroht, seine Kontakte zu nutzen. Die Mitarbeiterin im Investment Centre habe vertrauliche Unterlagen ihres Vertrages mit ihrem Lieferanten in Deutschland angefordert und ihr bei der Verweigerung vorgeworfen, illegale Geschäfte zu betreiben.

Die für Mitte September angesetzte Konferenz zur Bodenreform wird erneut verschoben. Das habe Präsident Hage Geingob gestern erklärt, berichtet der Namibian. Er sei darum vom Forum der Nicht-Regierungs-Organisationen Nangof, der SWAPO-Jugendliga SPYL und anderen Gruppen gebeten worden. Man habe bisher nicht genügend Zeit gehabt, die von der Regierung geplanten Änderungen zur Bodenreform zu analysieren und Eingaben zu formulieren. Geingob betonte die Bedeutung der Landfrage, die Zeit zur ausführlichen Erörterung brauche. Die Konferenz zur Bodenreform hatte bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen und war kurzfristig abgesagt worden. Für Spannungen sorgt vor allem die Forderung von Nama und Herero, zur Kolonialzeit verlorene Gebiete ihrer Völker zurückzuerhalten.

Im Zuge ihrer Umwandlung in eine politische Partei hat sich die frühere kolumbianische Guerillagruppe Farc einen neuen Namen gegeben. Bei einem Gründungskongress in Bogotá stimmte die Mehrheit der rund 1.200 Delegierten dafür, die "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" in "Alternative Revolutionäre Kraft des Volkes" umzubenennen. Die Abkürzung Farc bleibt damit bestehen. Die linksgerichteten Rebellen hatten im vergangenen Jahr ein historisches Friedensabkommen mit der kolumbianischen Regierung geschlossen.

Knapp eine Woche nach Beginn der Überschwemmungskatastrophe von Texas sind die Einsatzkräfte weiter im Dauereinsatz. Gestern wurde mit Hilfe von Militärhubschrauber ein Krankenhaus evakuiert. Inzwischen rücken auch Finanzhilfen für Wiederaufbaumaßnahmen in den Blickpunkt.

Autofahrer müssen ab kommendem Mittwoch an den Tankstellen Namibias wieder tiefer in die Tasche greifen. Wie das Energieministerium mitteilte, werden die Preise für alle drei Treibstoffsorten um 30 Cent pro Liter angehoben. Der Wechselkurs des Rand zum US-Dollar sei zwar weitgehend gleichgeblieben, aber die Ölpreise auf den internationalen Märkten hätten sich erhöht. So steigt der Preis für Benzin in Walvis Bay auf 10 Namibia Dollar 80 Cent pro Liter. Normaler Diesel kostet ab Mittwoch 10 Dollar 63 Cent und schwefelarmer Diesel 10 Dollar 68 Cent pro Liter.

In Namibia wird am Sonntag zum vorerst letzten Mal die Zeit umgestellt. Um zwei Uhr morgens werden die Uhren auf drei Uhr vorgestellt. Namibia ist dann zeitgleich mit Südafrika und auch mit Deutschland - zumindest bis zur dortigen Zeitumstellung Ende Oktober. Ab Sonntag herrscht in Namibia nur noch Sommerzeit. Das Parlament hatte im Juli die Abschaffung der Umstellung auf Winterzeit beschlossen und war damit der überwältigenden Mehrheit der Eingaben bei den landesweiten Anhörungen gefolgt.


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