Donnerstag 18. Juli 2019

10. April 2019 - Nachrichten am Morgen

Der offenbar völlig überteuerte Abriss einer Gebäuderuine auf staatlichem Grundstück in Okahandja wird von der Regierung und der Anti-Korruptions-Kommission ACC untersucht. Im Ministerium für Öffentliche Arbeiten liefen die Untersuchungen bereits seit März, berichtet der Namibian unter Berufung auf Minister John Mutorwa. Laut Allgemeiner Zeitung befasst sich die ACC zudem mit der offenbar regelwidrigen Vergabe des Auftrags in Höhe von 2,4 Millionen Namibia Dollar. So habe es wohl keine Ausschreibung gegeben. Auch sei die Rechnung entgegen sonst üblicher Verfahren innerhalb von einem Tag zur Zahlung freigegeben worden. Verantwortlich dafür war laut Namibian Staatssekretär Willem Goeiemann, der seit Jahren immer wieder wegen dubioser Entscheidungen in die Schlagzeilen gerät.

Die Stadt Windhoek zieht ihre Ausschreibung eines Auftrages für den Abriss von illegal errichteten Hütten zurück. Man müsse die Details der Ausschreibung noch einmal haargenau prüfen, erklärte der Pressesprecher der Stadtverwaltung, Harold Akwenye, gestern gegenüber dem Namibian. Sobald dies geschehen ist, werde man mit dem Projekt fortfahren. Die Bewegung Affirmative Repositioning AR hatte gegen die Pläne protestiert und angekündigt, die Ausschreibung vor Gericht anzufechten. Sie appellierte an Unternehmen, keine Angebote einzureichen. Laut AR sind für das Abriss-Projekt zehn Millionen Namibia Dollar bereitgestellt worden - Geld, das man lieber für den Bau von Wohnungen verwenden solle.

Auf der Fernstraße B8 nahe Grootfontein hat sich gestern Morgen ein Tanklastwagen überschlagen, der mit Schwefelsäure beladen war. Der 36-jährige Fahrer sei mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, meldet die Presseagentur NAMPA unter Berufung auf die Polizei. Sein Zustand sei stabil. Warum er etwa 19 Kilometer westlich von Grootfontein die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, wird noch untersucht. Aus dem Tanklastwagen, der einer Transportfirma aus Sambia gehört, lief eine unbekannte Menge Schwefelsäure aus. Laut Polizei bargen speziell geschulte Mitarbeiter des Bergwerkbetriebes Dundee Precious Metals aus Tsumeb den Lastwagen und transportierten ihn ab. Zurzeit seien Experten der Husab-Mine vor Ort. Beamte des Umweltministeriums sollen den Schaden ermitteln.

Namibisches Holz, das nicht oder kaum verarbeitet ist, darf eigentlich gar nicht exportiert werden. Das sei im Forstgesetz von 2001 festgeschrieben, betonte Umweltminister Pohamba Shifeta auf Nachfrage des Namibian. Das betreffe jedes Forstprodukt und schließe geschnittene Planken ein. Der Export solcher Produkte sei nur mit einer speziellen Genehmigung etwa zu Forschungszwecken oder Ermittlung eines Schädlings erlaubt. Das offenbar unkontrollierte Fällen von Bäumen im Nordosten Namibias hatte im November für Schlagzeilen gesorgt. Kurz darauf wurden die Genehmigungen zurückgezogen und der Transport des Holzes untersagt. Shifeta zufolge wurden seit dem Moratorium im November rund 230 Anträge auf Erlaubnis zum Fällen von Bäumen gestellt.


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