Dienstag 16. Oktober 2018

10. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Erfolg des Naturschutzes in Namibia ist vor allem kommunalen Gemeinschaften und dem Privatsektor zu verdanken. Rund 80 Prozent des Wildtierbestandes würden sich außerhalb staatlich kontrollierter Gebiete befinden, sagte Umweltminister Pohamba Shifeta gestern laut Presseagentur NAMPA zur Eröffnung der Konferenz Pathways Africa 2018 in Windhoek. Shifeta betonte zugleich den Beitrag der Wildhege zum Aufschwung des Tourismus, der wiederum der gesamten Wirtschaft zugutekomme. Der Allgemeinen Zeitung zufolge bestätigten Experten, dass die Trophäenjagd für den Erfolg der Wildhege verantwortlich ist - aufgrund ihrer Vorteile für die kommunalen Gemeinschaften in Form von Einkünften, Arbeitsplätzen und Fleisch. Die viertägige Konferenz steht unter dem Motto „Living with Wildlife“ und dreht sich vor allem um den Konflikt zwischen Mensch und Tier. Dem Cheetah Conservation Fund CCF zufolge, der Mitveranstalter der Tagung ist, sind rund 250 Teilnehmer aus 30 Ländern vertreten.

Auch im neuen Schuljahr werden wieder Hunderte Kinder keinen Platz in Klasse 1 erhalten. Laut Namibian waren alleine in Walvis Bay und Swakopmund rund 1.800 Erstklässler auf der Warteliste. Das Bildungsministerium sei dabei, in Walvis Bay weitere acht Klassenräume zu errichten und in Swakopmund sieben. Man hoffe, sie bis Ende des Monats fertigzustellen. Dem Bericht zufolge wurden vier brandneue Klassengebäude, die von der Hafenbehörde NamPort gespendet worden waren, während der Ferien beschädigt. Unbekannte schlugen Fenster ein und entfernten die Rahmen. Zudem fehlt es laut Bildungsbehörde nur an Klassenräumen, sondern auch an qualifizierten Grundschul-Lehrern.

Trotz Warnung des Bildungsministeriums verlangen einige Regierungsschulen von Eltern offenbar Beiträge. Der Namibian berichtet von Beträgen zwischen 100 und 1.500 Namibia Dollar. Auf Nachfrage hätten die Schulen betont, die Beiträge seien freiwillig. In zwei Fällen jedoch sprachen Eltern von einer Pflichtgebühr. Der Pressesprecher des Bildungsministeriums, Absalom Absalom, wies darauf hin, dass Schulen Eltern durchaus um freiwillige Beiträge bitten dürften. Eine Pflichtgebühr jedoch sei nicht erlaubt. Seit Einführung der kostenlosen Bildung leiden viele Regierungsschulen unter finanziellen Engpässen, da die Zuschüsse des Bildungsministeriums nicht ausreichen.

Nach dem Ausbruch der Cholera in Sambia hat Namibia den Import verderblicher Lebensmittel aus dem Nachbarland verboten. Wie die Zeitung New Era berichtet, gilt das Verbot seit Montag. Es betreffe Frischprodukte wie Gemüse und Obst, aber auch Maismehl und Wasser. Auch seien namibische Händler in der Region Sambesi, die Süßwasser-Fische aus einer Zucht in Sambia einführen, nun bis auf weiteres ohne Einkommen. Laut Bericht hat die Cholera-Epidemie bereits 66 Menschenleben gefordert. Betroffen sind demnach vor allem Bewohner wilder Siedlungen in Städten, wo es an reinem Trinkwasser, Toiletten und Abwasseranlagen mangelt.

Nach Trockenheit und Waldbränden kommen im US-Bundesstaat Kalifornien nun Regen und Erdrutsche. Dabei sind bislang mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden in der Nähe von Los Angeles unter Haustrümmern und in Schlammmassen entdeckt. Die Opferzahl könnte auch noch weiter steigen, weil noch mehrere Menschen vermisst werden. Die Feuerwehr sucht mit Hunden nach ihnen. Zuletzt hatte Kalifornien mir schweren Waldbränden zu kämpfen und durch den von dem Brand verursachten Kahlschlag konnte der Boden die Wassermassen nun nicht mehr aufnehmen.


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