Freitag 23. August 2019

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10. September 2015 - Nachrichten am Morgen

Die Sicherheit auf den Hauptstraßen B1 und B2 in Namibia soll kurzfristig verbessert werden. Das kündigte der National Road Safety Council an. In einer kurzfristig geplanten Aktion sollen bis Ende Oktober verstärkt Kontrollen stattfinden. So seien auch die Namibische Polizei NAMPOL und die Verkehrspolizei der anliegenden Städte involviert. Insbesondere soll das Augenmerk auf der Fahrtüchtigkeit von Fahrzeugen und dem Fahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen liegen. Namibia hat auf die Anzahl der Einwohner gerechnet die höchste Zahl an Verkehrstoten weltweit.

Vertreter der Nama und und Herero fordern eine Einbeziehung ihrer Volksgruppen in die Reparationsgespräche mit Deutschland. Laut Nachrichtenagentur NAMPA haben bilaterale Gespräche zwischen Deutschland und Namibia bereits im August begonnen. Es geht um die Wiedergutmachung der Gräueltaten zwischen 1904 und 1908, bei denen bis zu 80 Prozent der Herero und 50 Prozent aller Nama ums Leben gekommen sein sollen. Die beiden Volksgruppen haben Deutschland bis zum 2. Oktober 2015 ein Ultimatum gesetzt. Bisher sind sie in die Regierungsgespräche nicht involviert.

Namibias Unternehmen sehen den Mangel an Wasser und Strom im Land als große Gefahr. Dies sagte der Geschäftsführer der namibischen Industrie- und Handelskammer gegenüber Staatspräsident Hage Geingob. Allerdings würde die Wasserarmut und auch die Knappheit an Strom die gesamte Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika betreffen. Geingob versicherte der namibischen Wirtschaft, dass die Regierung die Probleme erkannt habe und eine Lösung suche. So würden unter anderem Verhandlungen mit Angola zur Nutzung der Wassersysteme geführt.

Nachdem Dänemark den Zugverkehr von und nach Deutschland wegen des Flüchtlingsansturms gestoppt hat, scheint sich die Situation wieder etwas zu entspannen. Die dänische Bahn kündigte an, dass der Zugverkehr im Laufe des Tages wieder normal laufen werde. Gestern hatten sich zahlreiche Asylsuchende geweigert, die Züge in Dänemark zu verlassen und sich registrieren zu lassen, weil sie nach Schweden weiterreisen wollten. Auch auf deutscher Seite saßen zahlreiche Flüchtlinge fest. Sie konnten überredet werden, die Nacht in einer Erstaufnahmeeinrichtung statt auf dem Bahnhof zu verbringen.

In der Türkei verhärten sich die politischen Fronten zwischen Konservativen, Nationalisten und der pro-kurdischen HDP. Jetzt warf Präsident Erdogan der HDP "Terrorismus" vor und reagierte damit auf die Vorwürfe, dass er das Land in einen Bürgerkrieg stürze. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hatte kürzlich wiederholt Anschläge auf türkische Sicherheitskräfte verübt. Die türkische Armee reagierte mit Luftangriffen auf PKK-Stellungen im Nordirak.

Bei Protesten gegen den Besuch des israelischen Regierungschefs Netanjahu ist es in London zu Ausschreitungen gekommen. Direkt vor dem Amtssitz von Premierminister Cameron musste die Polizei einschreiten, als pro-israelische und pro-palästinensische Demonstranten aufeinander losgingen. Vor dem Besuch hatten mehr als 100.000 Briten eine Petition unterzeichnet, die die Verhaftung Netanjahus wegen Kriegsverbrechen im Gazastreifen forderte.

Die Flüge der Lufthansa gehen ab heute wieder nach Plan. Das Landesarbeitsgericht in Frankfurt hatte den Streik der Pilotenvereinigung Cockpit gestern für rechtswidrig erklärt. Er habe sich vor allem gegen das neue Lufthansa-Billigkonzept "Eurowings" gerichtet. Dies könne aber nicht Gegenstand von Tarifverhandlungen sein, so die Begründung des Gerichts.

Auch Bahnreisende an kleineren Bahnhöfen müssen über Zugverspätungen und Zugausfälle informiert werden. Das hat das deutsche Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden und bestätigte damit eine entsprechende Anordnung des Eisenbahnbundesamts. Dass die Bahn am Bahnhof eine Telefonnummer aushänge, reiche nicht aus, die Fahrgäste müssten aktiv benachrichtigt werden.

Deutsche Welle

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