Donnerstag 18. Juli 2019

11. April 2019 - Nachrichten am Morgen

Namibia wird mit Errichtung eines Radioteleskops auf dem Gamsberg ein Standort zur Erforschung schwarzer Löcher. Das habe der Wissenschaftsrat des weltweiten Netzwerks Event Horizon Telescope EHT angekündigt, teilte die Universität Namibias gestern Nachmittag mit. Anlass war ein bedeutender Durchbruch in der Forschung. Laut UNAM war es dem EHT gestern erstmals gelungen, eine Aufnahme von einem schwarzen Loch zu machen. Das Radioteleskop auf dem Gamsberg sei der nächste Schritt in der Erforschung dieser Objekte im All. Es hat einen Durchmesser von 15 Metern und wird Teil des weltweiten Netzwerkes spezieller Observatorien, das den Schatten schwarzer Löcher sichtbar macht und erforscht. Zu dem Projekt auf dem Gamsberg war Anfang des Jahres bereits eine Umweltverträglichkeitsstudie erstellt worden.

Der Ex-Geschäftsführer des staatlichen Fleischkonzerns Meatco, Vekuii Rukoro, will einen eigenen Schlachtbetrieb aufbauen. Laut Allgemeiner Zeitung hat er das Unternehmen Ozetu Holdings gegründet, das Kräle zur Versteigerung und eine Anlage zur Fleischverarbeitung errichten soll. Rukoro rufe die Herero-Farmer auf, ihre Rinder künftig bei Ozetu statt bei Meatco schlachten zu lassen. Ziel ist demnach, 50 Prozent der landesweiten Fleischverarbeitung und 10 Prozent der Fleischexporte zu übernehmen. Ozetu heißt laut AZ so viel wie „Durch uns - für uns“. Experten bestätigen den bedeutenden Anteil der Herero an den Rinderfarmern, bezweifeln jedoch die Rentabilität des angekündigten eigenen Fleischbetriebes.

Das Massensterben von Brillenpinguinen auf Halifax Island nahe Lüderitz geht offenbar zurück. Das sagte die Pinguin-Expertin Jessica Kemper gestern auf Nachfrage der Allgemeinen Zeitung. Allerdings habe sie kaum Informationen zur Lage auf den anderen Inseln wie Ichaboe oder Mercury. Auch werde man das ganze Ausmaß der Vogelgrippe-Epidemie erst in einigen Jahren feststellen können, weil auch viele Brutpaare von der Krankheit betroffen waren. Seit Dezember wurden laut Kemper bei Halifax Island 395 tote Brillenpinguine gefunden, auf Ichaboe 44 und auf Mercury 17. Die Art gilt als gefährdet. An der Küste Namibias leben Schätzungen zufolge 29.000 ausgewachsene Brillenpinguine.

Die namibische Polizei will in diesem Jahr rund 700 neue Beamte rekrutieren. Das habe NAMPOL-Generalinspektor Sebastian Ndeitunga angekündigt, meldet die Presseagentur NAMPA. Die Rekrutierung werde ermöglicht durch die leichte Steigerung des Budgets von 4,3 Milliarden Namibia Dollar im vergangenen Jahr auf 4,6 Milliarden in diesem Jahr. Die Ausbildungszeit wird Ndeitunga zufolge auf zwölf Monate erhöht. Man habe gesehen, dass die bisher üblichen sechs Monate nicht ausreichen, um die angehenden Polizisten umfassend auf ihre Aufgaben vorzubereiten. In den vergangenen drei Jahren hatte es wegen begrenzter Mittel keine Neueinstellungen bei der Polizei gegeben.


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