Dienstag 22. Mai 2018

11. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Das Bildungsministerium will Lehrer der Regierungsschulen für die Leistungen ihrer Schüler bald zur Rechenschaft ziehen. Das habe Ministerin Katrina Hanse-Himarwa gestern bei Bekanntgabe der NSSC-Prüfungsergebnisse der Klasse Zwölf angedroht, berichtet der Namibian. Man werde Schulen mit schlechten Ergebnissen dabei helfen, sich zu verbessern. Wenn dies nichts bewirke, werde man gegen die Verantwortlichen disziplinarische Schritte einleiten. Die Ministerin stellte zwar eine leichte Verbesserung fest, war aber noch nicht zufrieden. Von den rund 22.000 Vollzeit-Schülern, die die NSSC-Prüfungen abgelegt hatten, haben 39,3 Prozent die Zulassung zur Universität erhalten. Im Vorjahr lag die Rate bei gut 37 Prozent, 2016 bei rund 30 Prozent. Die Regierung hat ein Ziel von mindestens 40 Prozent vorgegeben.

Die Botschaft Chinas will ihre Staatsbürger in Namibia über die hier geltenden Rechte im Umgang mit Tieren aufklären. Das habe die Botschaft der Tierschutz-Organisation SPCA zugesichert, berichtet die Allgemeine Zeitung. Auch werde man Vorwürfen der Misshandlung von Tieren nachgehen. SPCA-Geschäftsführerin Monique Redecker hatte die chinesische Botschaft in einem Brief auf zunehmende Berichte über Tierquälerei durch Chinesen aufmerksam gemacht. Konkretes Beispiel war eine chinesische Baufirma im Windhoeker Industriegebiet Prosperita, auf deren Gelände Hunde, Schweine und Schildkröten unter schlimmsten Bedingungen gehalten wurden.

Die Zahl der Verkehrstoten seit Beginn des Jahres ist auf 20 gestiegen. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, starben am Dienstag bei einem Unfall auf der Fernstraße westlich von Usakos zwei Menschen. Der Wagen mit fünf Insassen habe sich überschlagen, nachdem offenbar ein Reifen geplatzt war. Die drei Überlebenden kamen mit leichten Verletzungen davon. Zuvor hatte es bereits mehrere Unfälle gegeben, die insgesamt 18 Menschenleben gefordert hatten. Die Bilanz der Kampagne zur Verkehrssicherheit während der Feriensaison will die Polizei erst Ende kommender Woche bekanntgeben.

Die Zahl der Toten durch Schlammlawinen im US-Bundesstaat Kalifornien ist weiter gestiegen. Bislang wurden 17 Tote bestätigt, mindestens 25 Menschen wurden verletzt, weitere werden vermisst. Die Erdrutsche waren durch einen heftigen Regensturm vorletzte Nacht ausgelöst worden. Schlammlawinen und Geröll richteten nahe Los Angeles schwere Verwüstungen an. Mehrere Dutzend Häuser wurden zerstört oder beschädigt. Zuvor hatte Kalifornien schon mit verheerenden Waldbränden zu kämpfen.

In Tunesien ist es die dritte Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Dabei bewarfen Jugendliche die Polizei mit Flaschen, Steinen und sogar Molotow-Cocktails. Die Sicherheitskräfte gingen ihrerseits mit Tränengas gegen die Demonstranten vor. Die Proteste richten sich gegen die steigenden Lebenshaltungskosten in dem nordafrikanischen Land und die Sparpolitik der Regierung.

Viele Regierungsschulen sehen sich gezwungen, von Eltern Beiträge und Schreibwaren zu fordern, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten. Das sagte ein Schulleiter mit Bitte um Anonymität gegenüber der Zeitung New Era. Eigentlich solle jede Schule vom Bildungsministerium 500 Namibia Dollar pro Kind erhalten. Der Betrag sei erst auf 250 und dann auf 100 Dollar gekürzt worden. Erhalten habe man bis Ende des Jahres jedoch keinen Cent. Laut New Era fordern einige Schulen in Windhoek von Eltern Beiträge von 500 bis 800 Dollar, bevor sie deren Kinder registrieren. Andere Schulen hätten Kindern eine Liste an Schreibwaren mitgegeben, darunter A-4-Papier zum Kopieren, die die Eltern zu beschaffen hätten. Das Bildungsministerium hatte vorgestern nochmals betont, dass Regierungsschulen nur um freiwillige Beiträge bitten, aber keine Pflichtgebühren einfordern dürfen.

 

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