Sonntag 20. September 2020

11. Juni 2016 - Nachrichten am Morgen

Duterte bei einer Wahlkampfveranstaltung: © Stringer/Xinhua-NAMPA

Nach scharfer internationaler Kritik hat der neugewählte Präsident der Philippinen Duterte bestritten, außergerichtliche Hinrichtungen von Kriminellen zu befürworten. „Der designierte Präsident hat nicht, kann nicht und wird niemals außergerichtliche Tötungen billigen, da sie gegen das Gesetz verstoßen", erklärte sein Sprecher. Duterte hatte die Präsidentenwahl im Mai mit dem Versprechen gewonnen, die Kriminalität im Land binnen sechs Monaten auszurotten, indem er zehntausende Kriminelle tötet. Er setzte hohe Belohnungen für die Tötung von Drogenhändlern durch Bürger aus. Das war international scharf kritisiert worden.

Bei einem schweren Verkehrsunfall im Süden Thailands sind elf Mitarbeiter einer Grundschule ums Leben gekommen. Auf einer Autobahn war ein Reifen ihres Kleinbusses geplatzt. Daraufhin überschlug er sich und geriet in Brand. Vier Insassen überlebten das Unglück mit Verletzungen. Trotz relativ guter Infrastruktur ist Thailand gemessen an der Bevölkerungszahl das Land mit der weltweit zweithöchsten Rate an Verkehrstoten.

Der ugandische Präsident Yoweri Museveni hat sich hinter den Plan zahlreicher afrikanischer Staaten für einen Rückzug aus dem Internationalen Strafgerichtshof IStGH gestellt. Der IStGH habe durch „westliche Arroganz“ seine Glaubwürdigkeit verloren, sagte Museveni dem Spiegel. Auch aus dem Tschad kommt Zustimmung: Die afrikanischen Staaten hätten festgestellt, dass der IStGH sich "auf Afrika, auf die afrikanischen Staatschefs, selbst auf amtierende Staatschefs stürzt", während es „andernorts auf der Welt“ viele Menschenrechtsverletzungen gebe, über die sich "niemand beunruhigt", sagte der tschadische Präsident.

Weil sie Schwarze mit Affen verglichen hat, muss eine weiße Südafrikanerin umgerechnet rund 150.000 Rand Strafe zahlen. Ein Gericht in KawZulu-Natal verurteilte die Immobilienmaklerin wegen Aufstachelung zum Hass. Mit dieser Äußerung habe sie zu verstehen gegeben, dass Schwarze es nicht wert seien, "als menschliche Wesen" bezeichnet zu werden und dass sie weniger intelligent seien als Weiße, erklärte der Richter. Die südafrikanische Regierung begrüßte das Urteil und wertete es als „Warnung“ an andere Rassisten.

Tausende Menschen haben in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky Abschied von dem legendären Boxer Muhammad Ali genommen. Mehr als zwei Stunden lang fuhr der Wagen mit dem Sarg des mehrfachen Schwergewichtsweltmeisters durch die Straßen seiner Heimatstadt. Prominente wie Ex-Präsident Clinton und Komiker Billy Crystal würdigten den Jahrhundertsportler bei der Trauerfeier mit gut 15.000 Gästen als eine große Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Ali war letzte Woche mit 74 Jahren gestorben. Er litt seit Jahren an Parkinson.

Die Queen hat den britischen Sänger Rod Stewart zum Ritter geschlagen. Er wurde für seine Musik aber auch für sein wohltätiges Engagement geehrt. Der 71-Jährige dankte der Queen und versprach, sich der Ehrung würdig zu erweisen. Er könne sich nun „nichts mehr wünschen“. Der Sänger kann sich nun Sir Rod nennen und ist damit in bester Gesellschaft. Auch Ex-Beatle Paul McCartney und Pop-Star Elton John wurden von der Queen bereits zum Ritter geschlagen.

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