Freitag 24. Mai 2019

11. März 2019 - Nachrichten am Morgen

Namibia hat Millionensummen für das Auslandsstudium namibischer Medizinstudenten ausgegeben, deren Qualifikationen nicht anerkannt werden können. Das habe Vize-Bildungsministerin Becky Ndjoze-Ojo auf Frage der führenden Oppositionspartei PDM in der Nationalversammlung erklärt, berichtet der Namibian. In den Jahren 2014 bis 2018 habe der Studenten-Hilfsfonds NSFAF mehr als 450 Studierende bei ihrem Studium der Fächer Medizin und Zahnmedizin an ausländischen Universitäten unterstützt. Die Summe betrage mehr als 230 Millionen Namibia Dollar. Die PDM hatte laut Bericht vor einem Monat nach dem Betrag gefragt, nachdem nur zwei von 206 dieser Medizin-Absolventen ihren Praktikumstest bestanden hatten. Die anderen hatten gegen ihr Scheitern im Test beim Obergericht eine Klage eingereicht.

Windhoek erlebt die trockensten Monate seit Aufzeichnung von Wetterdaten. Von Dezember bis Februar seien von der SASSCAL-Wetterstation im Botanischen Garten insgesamt nur 21 mm Regen gemessen worden, sagte Hobby-Meteorologe Klaus Knupp gegenüber der Allgemeinen Zeitung. Das sei die geringste Regenmenge, die in Windhoek je für diese Monate verzeichnet wurde. Der Gesamtwert seit Beginn der Regensaison liege bei 187,2 mm und damit rund 30 Prozent unter dem Wert der besonders schlechten Regenzeit von 2012/13. Knupp zufolge ist der Regen in Windhoek repräsentativ für das gesamte Inland. Zudem rechnet der Hobby-Meteorologe damit, dass auch die kommenden Monate eher trocken ausfallen. Das bereits bestehende El-Niño-Phänomen werde sich laut internationalem Wetterdienst NOAA noch verstärken.

Das Finanzministerium hat rund 13 Millionen Namibia Dollar zurückerlangt, die fälschlich für medizinische Dienste gezahlt wurden. Das habe Finanzminister Calle Schlettwein am vergangenen Donnerstag in der Nationalversammlung erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Dabei handle es sich um den Zeitraum seit vergangenen Juni. - Anfang Januar war ein Bericht des Internationalen Währungsfonds IWF bekannt geworden, demzufolge die staatliche Krankenkasse PSEMAS wegen Betrug oder Misswirtschaft mehr als 900 Millionen Dollar im Jahr verliert. Schlettwein hatte damals zugesichert, dass ein Team von Prüfern dabei sei, Betrugsfälle aufzudecken. PSEMAS hat innerhalb der vergangenen drei Jahre vom Staat rund 7,2 Milliarden Dollar an Zuschüssen erhalten.

Der Korruptionsprozess gegen Bildungsministerin Katrina Hanse-Hirmarwa vor dem Obergericht in Windhoek wird heute fortgesetzt. Ihr wird vorgeworfen, sie habe im Dezember 2014 als Gouverneurin der Region Hardap bei der Zuteilung von Häusern aus dem staatlichen Wohnungsbau-Projekt in Mariental zwei Empfänger von der Liste streichen und durch Verwandte ersetzen lassen. Die Ministerin bestritt zu Beginn des Prozesses, auf die Liste Einfluss genommen zu haben. In den darauffolgenden Verhandlungen bestätigten dagegen mehrere Zeugen die Vorwürfe.


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