Dienstag 13. November 2018

11. Mai 2018 - Nachrichten am Morgen

In der Region Erongo sorgen drei Großprojekte für Milliarden-Investitionen und Hunderte neuer Arbeitsplätze. Das habe Gouverneur Cleophas Mutjavikua am Dienstagabend in Swakopmund in seiner Rede zur Lage der Nation angekündigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. So solle bei Wlotzkasbaken eine Entsalzungsanlage gebaut werden, mitsamt einer 420 Kilometer langen Rohrleitung bis Omaruru, die Bewässerungsprojekte mit Zitrusfrüchten, Datteln und Oliven im Umfang von 300.000 Hektar speise. Ein Datum für den Baubeginn nannte Mutjavikua nicht. Zwei weitere Projekte haben ihm zufolge dagegen bereits begonnen. In Arandis entsteht ein Universitäts-Krankenhaus und in Usakos ein riesiges Treibstoff-Depot.

Bei der staatlichen Essensausgabe werden rund 30.000 Empfänger in Windhoek von der Liste gestrichen. Das bestätigte der Minister zur Bekämpfung der Armut, Zephania Kameeta, gegenüber dem Namibian. Es handle sich um Personen, die bereits andere staatliche Zuschüsse beziehen oder Angehörige mit festem Einkommen haben. Die Essensausgabe sei für völlig mittellose Menschen gedacht. Laut Kameeta ist der Schritt auch im Zuge der Sparmaßnahmen der Regierung nötig. Laut Namibian galt zuvor eine Einkommensgrenze von 400 Namibia Dollar pro Monat.

Im Betrugs-Prozess um die Firma Avid Investments fällt heute das Urteil. Laut Allgemeiner Zeitung wurde die Beweisaufnahme um die mutmaßliche Veruntreuung von 30 Millionen Namibia Dollar der Social Security Commission SSC am Dienstag abgeschlossen. Die als unerfahren geltende Anlagefirma Avid hatte die Summe im Jahr 2005 erhalten und 29,5 Millionen Dollar an die Firma Namangol Investments weitergereicht. 20 Millionen Dollar davon wurden an einen südafrikanischen Börsenmakler überwiesen, der kurz darauf 15 Millionen Dollar in das Privatkonto des Namangol-Geschäftsführers zahlte. Angeklagt im wohl größten Betrugsprozess seit der Unabhängigkeit sind sieben Personen.

Der neu benannte Hage-Geingob-Campus der Universität Namibias für Medizin benötigt Millionenbeträge zur Erweiterung. Das habe der Vizekanzler des Campus, Peter Nyarango, am Mittwoch während der Umbenennungs-Zeremonie erklärt, berichtet der Namibian. Für das zurzeit etwa halb fertige neue Gebäude der Fakultät für Medizin und Wissenschaft benötige man 500 Millionen Namibia Dollar. Laut Nyarango muss angesichts wachsender Studentenzahlen die Infrastruktur erweitert und Ausrüstung angeschafft werden. Man habe zurzeit 950 Studenten. Allein in diesem Jahr habe man von den mehr als 2200 Anmeldungen nur 166 berücksichtigen können.

UN-Generalsekretär Guterres hat vor einem Flächenbrand im Nahen Osten gewarnt. Anlass ist die jüngste militärische Auseinandersetzung zwischen iranischen Milizen und der israelischen Armee auf den Golan-Höhen in Syrien. Jegliche Provokationen müssten beendet werden, sagte Guterres. Er forderte den UN-Sicherheitsrat auf, die Lage genau zu verfolgen. Israel hat die Golanhöhen im Norden Syriens besetzt. Der Iran kämpft im syrischen Bürgerkrieg an der Seite von Machthaber Assad.

Nach dem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran gehen die USA gezielt gegen Finanzquellen der mächtigen iranischen Revolutionsgarden vor. Washington verhängte Sanktionen gegen ein Netzwerk, das Millionensummen in Dollars umgetauscht und an die Garden geschleust haben soll. Die Strafmaßnahmen sind nicht Teil der umfassenden und rigiden US-Wirtschaftssanktionen, die sich direkt auf das iranische Nuklearprogramm beziehen.


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