Sonntag 24. September 2017

11. September 2017 - Nachrichten am Mittag

Das neue biometrische System zur Personenkontrolle am Internationalen Flughafen bei Windhoek sorgt für lange Schlangen und verspätete Abflüge. Vom Einchecken bis zum Einsteigen in den Flieger hätten einige Fluggäste zweieinhalb Stunden gebraucht, berichtet die Allgemeine Zeitung. Im Schnitt dauere die elektronische Erfassung von Gesicht und Fingerabdruck zehn Minuten pro Person. Bei ankommenden Passagieren hat sich die Wartezeit an der Passkontrolle laut AZ ebenfalls auf mehr als zwei Stunden erhöht. Vor allem, wenn mehrere Maschinen landen und dann nicht alle Schalter besetzt sind, gebe es lange Schlangen. Das Innenministerium habe sich bislang nicht geäußert. Das biometrische System wurde am Freitag vor einer Woche am Internationalen Flughafen in Betrieb genommen. An den anderen Grenzübergängen soll es nach und nach ebenfalls installiert werden.

Trotz Berichten über einen weiteren Ausbruch der Vogelgrippe H5N8 im südafrikanischen Westkap, wird Namibia weiterhin Geflügelprodukte aus dem Nachbarland importieren. Namibia lockerte im Juli ein Moratorium, das am 27 Juni dieses Jahr auf den Import von Geflügelprodukten verhängt wurde, nachdem erste Fälle der Vogelgrippe in Südafrika bestätigt wurden. Laut Medienberichten wurde ein weiterer Ausbruch der Krankheit am 27 August im Westkap gemeldet. Mehr als 10 000 Vögel sollen an dem Virus verendet sein. Die Staatssekretärin im namibischen Landwirtschaftsministerium, Percy Misika, sagte, Namibia importiere Produkte von südafrikanischen Produzenten, die vom dortigen Landwirtschaftsministerium als sicher zertifiziert wurden.

Der 50-jährige Kommissar Menia Libuto ist am Samstag im Windhoeker Rhino Park Krankenhaus gestorben. Er leitete die Sondereinheit der namibischen Polizei (NAMPOL) seit 2008. Laut einer Presseerklärung war Libuto sehr zuverlässig und hat er seine Pflichten immer sehr ernst genommen. Regelungen zur Beisetzung wurden noch nicht bekannt gegeben.

Rund die Hälfte der Projekte im Rahmen der Namibisch-Deutschen Sonder-Initiative sind im Bereich der Bildung angesiedelt. Das habe der deutsche Botschafter Christian Schlaga bei Übergabe einer Grundschule im Ort Oruua in der Region Otjozondjupa erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Der Zugang junger Menschen zu guter Schulbildung sei eine Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung eines Landes. Der Bau der Schule mit sechs Klassenzimmern, Schülerheim und Mensa sowie eines Bohrlochs hat sieben Millionen Namibia gekostet. Die 2004 gestartete Sonder-Initiative lief offiziell Ende Juli aus. Mit einer Gesamtsumme von über 500 Millionen Dollar wurden über 260 Projekte finanziert, vorwiegend in Gebieten von Nachkommen der Opfer des Kolonialkrieges.

 

 

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