Samstag 24. Februar 2018

12. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Im Etosha Nationalpark sind weiterhin Nashorn-Wilderer unterwegs. Vergangene Woche seien sechs bewaffnete Männer in der Nähe eines verwundeten Nashornes verhaftet worden, berichtet der Namibian. Details habe die Polizei mit Blick auf laufende Ermittlungen nicht mitteilen wollen. Laut Presseagentur NAMPA wurde das Nashorn nahe dem Verda-Tor in der Kunene Region gefunden. Die Allgemeine Zeitung veröffentlichte heute Fotos eines Parkbesuchers, die einen blutigen Nashorn-Kadaver auf dem Anhänger eines Regierungsfahrzeugs zeigen. Die Hörner fehlen, auch die Haut war abgetrennt worden. Die Fotos wurden laut AZ Ende vergangener Woche nahe dem Rastlager Namutoni im Osten des Parks aufgenommen. Der Namibian berichtet zudem von unbestätigten Gerüchten um drei Wilderer, die Mitte Oktober in Etosha nach einem Schusswechsel mit der Polizei verschwunden sein sollen.

Die Polizei Namibias hat im Kampf gegen den Schmuggel von Elfenbein zwei Erfolge zu melden. Laut Presseagentur NAMPA wurde am Freitag in Katima Mulilo ein Mann verhaftet, der einem verdeckten Ermittler vier Elefanten-Stoßzähne verkaufen wollte. Im Dorf Mashara in der Region Kavango-Ost an der Grenze zu Angola beschlagnahmte die Polizei am selben Tag ebenfalls vier Stoßzähne. Drei Verdächtige aus Angola konnten über die Grenze fliehen. Indessen erschienen die beiden Chinesen, die am Mittwoch auf dem Weg zum Internationalen Flughafen Hosea Kutako beim Schmuggeln von Elfenbein erwischt worden waren, am Freitag vor dem Haftrichter. Eine Freilassung gegen Kaution wurde mit Hinweis auf laufende Ermittlungen abgelehnt.

Die chinesischen Medien schießen sich auf Donald Trump ein. Hintergrund ist, dass der designierte US-Präsident die bisherige Ein-China-Politik infrage stellt und mit Taiwan liebäugelt. Für China ist das ein klarer Affront. In der chinesischen Zeitung Global Times heißt es dazu, Trump wisse so wenig über Diplomatie, wie ein Kind. Sollten die USA offen Taiwans Unabhängigkeitsbestrebungen unterstützen, dann könne sich China Kräften zuwenden, die den USA feindlich gesinnt seien.

Die EU-Außenminister beraten heute in Brüssel die Zukunft der Beitrittsgespräche mit der Türkei. Erwartet werden zähe Verhandlungen, denn mehrere Europaabgeordnete fordern einen Stopp der Verhandlungen. Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion, Weber, sagte der "Bild"-Zeitung, Europa könne angesichts der Entwicklungen in der Türkei nicht so tun, als sei nichts passiert. Zuvor hatte Österreichs Außenminister Kurz angekündigt, die Weiterführung der Verhandlungen zu blockieren - er habe sich dabei eng mit den Niederlanden und Bulgarien abgestimmt. EU-Kommissionspräsident Juncker fordert dagagen, die Beitrittsgespräche fortzuführen.

Der Vizeminister für Bodenreform, Bernadus Swartbooi, will sich für seine Kritik an Minister Utoni Nujoma nicht entschuldigen. Laut Namibian weigerte er sich, einer Anweisung von Präsident Hage Geingob zu folgen. Stattdessen habe er Geingob in einer schriftlichen Antwort nach den Vorschriften gefragt, die seine Entschuldigung erzwingen. Dem Bericht zufolge hat Swartbooi auf einem Festival der Kai ||Khau-Nama in Hoachanas bemängelt, dass Nujoma Farmland im Süden Namibias an Neufarmer aus anderen Regionen verteile. Die Nama, denen das Land einst genommen wurde, schiebe er beiseite. Dafür müsse man Nujoma auf die Finger klopfen, wird Swartbooi zitiert.

Der Kongress des Frauenrats der Regierungspartei SWAPO in Keetmanshoop sorgt für Schlagzeilen. Die Wahl der neuen Führung des Rates sei manipuliert worden, erklärten Bildungsministerin Katrina Hanse-Hirmarwa und andere Politikerinnen aus dem Süden Namibias laut Presseagentur NAMPA. General-Staatsanwalt Sacky Shanghala, der die Stimmenauszählung überwacht hatte, wies die Vorwürfe zurück. Die Auszählung habe sich verzögert, weil einige Namen nicht richtig geschrieben worden seien. Die Wahl der 557 Delegierten begann Freitagabend, dauerte bis Samstagfrüh, und das Ergebnis wurde am Samstagabend bekanntgegeben. Neue Generalsekretärin des SWAPO-Frauenrates ist Eunice Ipinge. Sie stammt aus dem Norden des Landes und war zuvor Vize-Generalsekretärin.

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