Dienstag 29. September 2020

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12. Dezember 2018 - Nachrichten am Morgen

Beim Verkauf von Anteilen am Uran-Bergwerk Langer Heinrich hat der Konzern Paladin offenbar Millionensummen an Steuern in Namibia vermieden. Laut Namibian wurde der Verkauf von 25 Prozent der Anteile an das Unternehmen China National Nuclear Corporation im Jahr 2014 über eine Offshore-Firma in Mauritius abgewickelt. Dadurch habe Paladin keine Steuern zahlen müssen. Der eigentlich fällige Betrag wurde auf 219 Millionen Namibia Dollar beziffert. Paladin habe mit dem Verkauf der Anteile einen Profit von 665 Millionen Namibia Dollar erzielt. Das Finanzamt gab laut Bericht an, es habe bei solchen Offshore-Deals aufgrund steuerrechtlicher Probleme keine Handhabe.

Das Gesundheitsministerium kämpft in informellen Siedlungen in Katutura weiterhin gegen die Krankheit Hepatitis E. Man habe in den Vierteln Havana und Goreangab 640 Haushalte befragt und informiert, teilte das Ministerium laut Allgemeiner Zeitung mit. Die Krankheit tritt vor allem dort auf, wo mangelnde Hygiene herrscht und die Menschen sich aufgrund fehlender sanitärer Anlagen im Busch erleichtern. Seit Ausbruch der Krankheit im Dezember wurden laut Ministerium landesweit knapp 4.000 Fälle an Hepatitis registriert. 34 Menschen seien gestorben.

Das Namibia Institute of Mining and Technology NIMT hat fünf Anlagen zur Wasseraufbereitung erhalten. Zwei der Anlagen seien vor kurzem in Arandis eingeweiht worden, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach wurden zwei weitere Anlagen auf dem NIMT-Campus in Keetmanshoop und eine in Tsumeb in Betrieb genommen. Dies werde die Wasserkosten drastisch senken. Zugleich würden die Auszubildenden in der Wartung solcher Anlagen geschult, hieß es. Die Wasseraufbereitsungsanlagen haben einen Gesamtwert von zehn Millionen Namibia Dollar und wurden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie von Rotarieren aus Deutschland, den USA und Namibia sowie der Riehle-Familienstiftung finanziert.

Steuerzahler können ihre Steuererklärungen ab Januar online einreichen. Das neue Integrated Tax Administration System ITAS werde am 17. Januar in Betrieb genommen, kündigte die Staatssekretärin im Finanzministerium, Ericah Shafudah, laut Presseagentur NAMPA gestern an. Man schalte das bisherige System Ende Dezember ab und benötige dann zwei Wochen für die Umstellung. Während dieser Zeit werden Shafudah zufolge keine Transaktionen möglich sein. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann seine Steuererklärungen auch weiterhin am Schalter des Finanzamtes abgeben.

Ein mutmaßlicher Anschlag auf den Weihnachtsmarkt erschüttert und lähmt das französische Straßburg. Ein Mann eröffnete am Abend das Feuer - drei Menschen starben, 12 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Schütze ergriff dann die Flucht - nach wie vor ist er nicht gefasst, es läuft ein großer Polizeieinsatz, die Regierung hat die höchste Terrorwarnstufe für das Land ausgerufen. Unter anderem an den Grenzen werden die Sicherheitskontrollen verstärkt - Straßburg liegt direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg. In Straßburg rief die Polizei die Menschen auf, zuhause zu bleiben und riegelte auch das Europäische Parlament ab. Der mutmaßliche Täter ist den Behörden bekannt - angeblich sollte er gestern Morgen wegen versuchten Mordes verhaftet werden. Nach Angaben des französischen Innenministers Castaner ist er bereits wegen verschiedener Delikte in Frankreich und auch in Deutschland verurteilt worden.

Keine Hoffnungen auf Nachverhandlungen am Brexit-Deal - aber Unterstützung, damit im britischen Parlament doch noch eine Mehrheit zusammenkommt, um das Abkommen zu retten - das stellt die EU der britischen Premierministerin May in Aussicht. EU-Ratspräsident Tusk gab sich nach einem Treffen mit May allerdings raltos: Die EU wolle natürlich helfen - die Frage sei nur: Wie? Brüssel sieht keinen Spielraum für Nachverhandlungen - hält aber ein Entgegenkommen, eventuell in Form einer politischen Erklärung mit Klarstellungen und weiteren Interpretationen für möglich.

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