Sonntag 24. September 2017

13.09.2017 - Nachrichten am Mittag

Der Elternmörder Romeo Schiefer aus Windhoek hat in der Berufung eine leichte Abmilderung seiner Strafe erhalten. Laut Allgemeiner Zeitung entschied das Oberste Gericht, die Haftzeit von 48 auf 42 Jahre zu verkürzen. Das ursprüngliche Urteil vom September 2013 habe mildernde Umstände nicht genügend berücksichtigt, hieß es zur Begründung. So sei der 18-Jährige zum Zeitpunkt der Tat nicht vorbestraft gewesen und habe möglicherweise an psychischen Problemen gelitten. Schiefer hatte im Januar 2008 nach einem Streit mit seiner Mutter auf diese eingestochen, dann seinen Vater im Schlaf erschossen und schließlich seine verletzte Mutter mit 17 Schüssen getötet.

Die Entschädigung für Dorfbewohner, die von Elefanten oder anderen wilden Tieren getötet werden, sollte um das 20-fache erhöht werden. Das sehe das überarbeitete Regelwerk des Umweltministeriums zum Konflikt zwischen Mensch und Tier vor, meldet die Presseagentur Nampa. Statt wie bisher 5.000 Namibia Dollar solle der Staat künftig 100.000 Dollar zahlen, erklärte der zuständige Direktor im Ministerium, Colgar Sikopo gestern auf einem Arbeitstreffen mit Vertretern von Behörden, Organisationen und betroffenen Gemeinschaften. Laut Namibian forderte ein Chief aus der Region Zambezi eine Entschädigung von 25 Millionen Dollar - genausoviel wie die Strafe für einen getöteten Elefanten. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wurden in Namibia laut Ministerium sieben Menschen durch wilde Tiere getötet.

Die drei Bohrlöcher, die im Jahr 2016 bei Bamunu in der Region Sambesi gebohrt wurden, sind weiter inaktiv, bleiben aber einsatzbereit. Die Pumpen hatten im Juli 2016 das Mabwii [weiches w]-Wasserloch mit tieferem Frischwasser gespeist und so über 200 Flusspferde und Krokodile versorgt. Die Tiere seien Anfang des Jahres zum immer noch gut gefüllten Chobe River [Tschobe] weitergezogen und würden das Wasser der Bohrlöcher momentan nicht benötigen, sagte Romeo Muyunda, Sprecher des namibischen Umwelt- und Tourismusministeriums. Sollten die Tiere zurückkehren, könnten die Pumpen kurzzeitig wieder in Betrieb genommen werden.

 

Nach Budgetkürzungen beim Mass Housing-Projekt sollen fast 100 Häuser in Keetmanshoop durch privat-öffentliche Förderungen fertiggestellt werden. Dies teilten das Ministerium für städtische und ländliche Entwicklung und die Kommunalverwaltung von Keetmanshoop mit. Insgesamt geht es um 88 der 287 Häuser in der Keetmanshooper Vorstadt Krönlein, die momentan gebaut werden. In vielen Fällen seien gerade mal die Fundamente fertiggestellt worden. Durch das Mass Housing-Projekt sollen in ganz Namibia bis 2030 insgesamt knapp 185.000 Häuser gebaut werden, der Bau wird jedoch aufgrund finanzieller Mittel immer wieder unterbrochen.

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