Sonntag 18. August 2019

13. August 2019 - Nachrichten am Morgen

Die zweite Bauphase der Autobahn zum Internationalen Flughafen Hosea Kutako bei Windhoek wurde nun einem neuen Unternehmen gegeben. Dies beichtet der Namibian unter Berufung auf die Straßenbehörde RA. Damit entschied sich der Vorstand der RA gegen das preiswerteste Angebot, da es Experten nach „unrealistisch niedrig“ gewesen sei. Das neue Unternehmen, ebenfalls in chinesischer Hand, werde die Straße von Avis bis zur Abzweigung nach Dordabis nun für 1,2 Milliarden Namibia Dollar bauen. Dies sind etwa 250 Millionen Dollar mehr als das günstigste und 300 Millionen weniger als das teuerste Angebot.

Fast 290.000 Schüler haben ihre Abschlusszeugnisse bisher nicht abgeholt. Dies teilte das Bildungsministerium mit. Das Interesse an den Zeugnissen scheine trotz Öffentlichkeitskampagnen zur Abholung gering zu sein, heißt es. Da die zuständige Abteilung keinen Platz mehr habe, werden die Zeugnisse ab dem 1. September 2020 vernichtet. Diese datieren, für die Klassen 10 und 12, aus den Jahren 1993 bis 2016. Zudem gäbe es sogar noch Abschlusszeugnisse von vor der Unabhängigkeit, das heißt für Standard [deutsch] 8 und 10, die bisher nicht abgeholt wurden.

Nach fast zehn Jahren hat die gerichtliche Auseinandersetzung gegen den namibischen Makler Erwin Sprangers und seine Ehefrau wegen Betruges begonnen. Hintergrund ist ein geschäftliches Verhältnis mit einem kongolesischen General. Dieser habe fast eine Million US-Dollar, heute etwa 15 Millionen Namibia Dollar, zum Bau von Immobilien an der namibischen Küste übergeben. Sprangers behauptete hiervon nichts zu wissen und stattdessen im Auftrag des Generals eine seltene chinesische Vase erworben zu haben. Diese soll es nachweislich nicht gegeben haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem vorsätzlichen Vergehen zur eigenen Bereicherung Sprangers aus.

Die offizielle Oppositionspartei Popular Democratic Movement PDM will jedem Namibia kostenlos ein Grundstück geben. Damit steigt die Partei in den Wahlkampf für die anstehenden Parlaments- und Präsidentschaftswahlen ein, teilte Parteipräsident McHenry Venaani mit. „One Namibia, One Plot“ sei der Slogan, heißt es. Es gäbe hunderttausende Namibier ohne Baugrundstück, während andere mehrere Grundstücke hätten. Venaani ging auch auf die extrem unter Druck geratene staatliche Air Namibia ein. Diese habe den Steuerzahler bisher 14 Milliarden Namibia Dollar gekostet, was für die Erschließung und den Bau von 400.000 Häusern gereicht hätte.


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