Freitag 23. August 2019

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13. Dezember 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Bestände an Sardinen vor der Küste Namibias sollen sich durch einen Fangstopp wieder erholen. Das Kabinett habe vergangene Woche für die Südafrikanische Sardine in den kommenden drei Jahren eine Fangquote von null Prozent beschlossen, teilte Informationsminister Tjekero Tweya laut Allgemeiner Zeitung gestern mit. Es folge damit den Empfehlungen eines Expertenteams. Für dieses Jahr hatte Fischereiminister Bernard Esau entgegen Warnungen noch eine Fangmenge von 14.000 Tonnen zugelassen. Fischereifirmen machen laut AZ die hohe Zahl an Robben für die geschrumpften Sardinenbestände verantwortlich und fordern entsprechende Gegenmaßnahmen. Die Fangmenge für Bastardmakrele bleibt laut Kabinettsbeschluss im kommenden Jahr unverändert bei 340.000 Tonnen.

Die Wirtschaft Namibias dürfte in diesem Jahr leicht schrumpfen und im kommenden Jahr wieder um vier Prozent wachsen. Zu dieser Einschätzung sei die Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF) bei ihrem jährlichen Besuch gekommen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach darf im Bergbau auch aufgrund neuer Betriebe mit einem Zuwachs gerechnet werden und der Einzelhandel dürfte sich erholen. Risiken sieht die IWF-Delegation in den gedämpften Rohstoffpreisen und in den Einnahmen Namibias aus der Zollunion SACU. Auch müsse das Haushaltsdefizit verringert werden - auch durch Maßnahmen gegen die hohen Personalkosten im Öffentlichen Dienst.

Schüler an Regierungsschulen erhalten ihr Zeugnis, auch wenn ihre Eltern keine freiwilligen Beiträge gezahlt haben. Das erklärte der Direktor für Bildung in der Region Khomas, Gerhard Vries, gestern laut Namibian nach einer Sitzung mit Vertretern verschiedener Schulen und dem Ombudsmann John Walters. Demnach hatten sich Eltern, denen die Zeugnisse ihrer Kinder vorenthalten worden waren, bei Walters beschwert. Vries zufolge sollen betroffene Eltern mit der Schulleitung sprechen. Es gehe um Spenden für Losaktionen zum Sammeln von Geldern für die Schulen, die von Eltern zugesagt worden waren, aber noch ausstehen. Regierungsschulen sind seit Einführung der kostenfreien Bildung auf freiwillige Beiträge von Eltern angewiesen, weil die Zuschüsse der Regierung nicht ausreichen.

Für die zehn Opfer des Horror-Unfalls westlich von Okahandja findet morgen an der Unfallstelle eine Trauerfeier statt. Laut Presseagentur NAMPA wird sie gemeinsam vom Auto-Unfall-Fonds MVA, dem Transportministerium und dem Straßensicherheitsrat organisiert. Die Beerdigung der Opfer ist offenbar erst im kommenden Jahr möglich, weil die DNA-Analysen noch nicht abgeschlossen sind. Am vorletzten Sonntag waren abends 20 Kilometer westlich von Okahandja zwei Personenwagen frontal kollidiert. Die Wagen gingen sofort in Flammen auf.

In Berlin kommen heute die Spitzen von CDU/CSU und SPD zusammen, um über mögliche Sondierungsverhandlungen zu beraten. Die Union will eine Neuauflage der Großen Koalition, die Sozialdemokraten sprechen von ergebnisoffenen Verhandlungen. Am Freitag will der SPD-Vorstand entscheiden, ob Sondierungen überhaupt ein Thema sind. Mittlerweile wird darüber spekuliert, dass eine Regierungsbildung bis Mai dauern würde. SPD-Bundesvize Ralf Stegner sagte uns.

Knapp ein Jahr nach dem Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat Kanzlerin Merkel den Breitscheidplatz besucht. Dort hat sie der 12 Todesopfer gedacht und eine weiße Rose niedergelegt. Danach sprach sie mit Besuchern und Ausstellern. Die Angehörigen der Opfer hatten Merkel in einem Brief kritisiert, dass sie nach dem Anschlag keinen Kontakt zu den Hinterbliebenen aufgenommen hatte. Das Treffen soll jetzt am nächsten Montag stattfinden.

Der Ausbau des europäischen Navigationssystems "Galileo" kommt voran. Am Abend sind vier weitere Satelliten in das All geschossen worden, sie sollen die 22 Satelliten ergänzen, die bereits die Erde umkreisen. Mit Galileo will Europa unabhängiger vom US-Navigationssystem GPS werden.

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