Samstag 07. Dezember 2019

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13. Februar 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Regierung Namibias will den Gürtel im kommenden Finanzjahr offenbar noch enger schnallen. Fischereiminister Bernhard Esau abe am Freitag eine Kürzung seines Budgets um mehr als 42 Prozent angekündigt, berichtet der Namibian. Damit seien Aufgaben wie die Ermittlung der Fischbestände vor der Küste oder Kontrollen durch Inspektoren in Frage gestellt, sagte Esau auf einer Mitarbeiter-Versammlung. Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana rief ihr Personal zu Einsparungen auf. Überstunden müssten eingeschränkt werden und Arbeitstreffen sollten nur noch in Windhoek stattfinden, um Kosten zu senken. Laut Namibian will das Innenministerium auch nur jene offenen Stellen besetzen, die am nötigsten sind.

Der chinesische Geschäftsmann Jack Huang, dem Zollbetrug vorgeworfen wird, beschwert sich über die Schädigung seines Rufes. Laut Allgemeiner Zeitung stellte er am Freitag auf einer Pressekonferenz klar, dass er sich stets an Gesetze gehalten habe. Zudem habe er in Namibia nicht nur investiert und Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch Stipendien für Studenten finanziert. Huang wies zudem Berichte zurück, er sei mit Präsident Hage Geingob über die Partnerschaft in einer Immobilienfirma hinaus befreundet. Wegen angeblicher Beteiligung am Zollbetrug chinesischer Firmen in Höhe von 3,5 Milliarden Namibia Dollar war Huang verhaftet und am Folgetag gegen eine Million Dollar Kaution freigelassen worden.

In der informellen Siedlung Ileni in Keetmanshoop haben sich Nama und Owambos gestern stundenlange Straßenschlachten geliefert. Laut Presseagentur NAMPA fielen auch Schüsse. Sechs Menschen wurden verletzt. Die Polizei habe die Menge mit Tränengas und Gummigeschossen auseinandergetrieben. Einem Augenzeugen zufolge hatten die Krawalle begonnen, als ein Bewohner einem anderen den Diebstahl seines Laptops vorwarf und ihn angriff. Dabei handelte es sich offenbar um einen Nama und einen Owambo. Kurz darauf seien andere Mitglieder der beiden Volksgruppen erschienen und hätten sich gegenseitig beschimpft.

Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas verlangen die USA, Japan und Südkorea eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats.  Auch die EU wirft Nordkorea vor, das Völkerrecht zu brechen. Ein Sprecher der US-Regierung erklärte, man erwäge weitere Sanktionen gegen Nordkorea und eine verstärkte Militärpräsenz in der Region.  Nordkorea hat den Test unterdessen bestätigt - es habe sich um eine Mittelstreckenrakete gehandelt, die mit einem Atomsprengkopf bestückt werden könne, heißt es. Erst im vergangenen Jahr hatte das Regime in Pjöngjang trotz internationaler Sanktionen zwei Atomversuche und mehr als 20 Raketentests durchgeführt.

In Mexiko haben landesweit tausende Menschen gegen die Politik des amerikanischen Präsidenten Trump demonstriert. Zu den Protesten in rund 20 Städten hatten mehrere Organisationen aufgerufen.  Hintergrund ist der geplante Mauerbau durch die USA an der Grenze zu Mexiko. Trump will damit die illegale Einwanderung stoppen und fordert von Mexiko, die Kosten für den Bau zu übernehmen.

Gute Regenfälle lassen die Bewohner von Windhoek in der Wasserkrise etwas aufatmen. Wie der staatliche Konzern NamWater mitteilte, hat sich der Stand in zwei Stauseen von Montag bis Freitagmittag fast verdoppelt: Im Von Bach Damm von 15,8 auf 27,1 Prozent und im Omatako Damm von 2,9 auf 5,5 Prozent. Vor einem Jahr lagen die Werte bei 22,3 und 7,3 Prozent. Grund zur Entwarnung gibt es daher nicht: Das Wassersparziel in Windhoek von 40 Prozent bleibt in Kraft. Im Oanob Stausee bei Rehoboth stieg der Füllstand von 27,6 auf 42,5 Prozent. Auch Hardap und Naute Damm erhielten Zulauf. Laut Allgemeiner Zeitung sorgte der Regen wieder für das Naturschauspiel der Lilienblüte bei Maltahöhe.

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