Samstag 22. Juli 2017

13. Juli 2017 - Nachrichten am Morgen

Im Prozess wegen sechsfachen Mordes bei einem Verkehrsunfall bei Henties Bay im Dezember 2014 ist der Angeklagte schwer belastet worden. Laut Allgemeiner Zeitung sagte die Zeugin Antonia Joschko gestern aus, der Fahrer Jandré Dippenaar sei ihrem Fahrzeug mit sehr hoher Geschwindigkeit entgegengekommen. Ihr Vater habe keine Zeit gehabt auszuweichen. Die 19-Jährige hatte bei dem Frontal-Zusammenstoß südlich von Henties Bay ihre Eltern und ihre Schwester verloren. Im Auto von Dippenaar starben drei Namibier. Es ist das erste Mal, dass ein Unfallfahrer wegen Mordes angeklagt wird.

 

Die Regierung Namibias braucht für die Umsetzung ihres fünften Nationalen Entwicklungsplans NDP 5 einen dreistelligen Milliardenbetrag. Laut Namibian sind in dem Plan für die kommenden fünf Jahre Ausgaben in Höhe von 164 Milliarden Namibia Dollar vorgesehen. Das wäre etwa das Dreifache des jährlichen Haushaltes. 45 Prozent seien für Infrastruktur und Modernisierung in Sektoren wie Energie- und Wasserversorgung sowie Informationstechnologie vorgesehen, 19 Prozent für Sozialausgaben und Wohnungsbau. Die Mittel sollen vom Staat, den Privatsektor und durch Entwicklungshilfe aufgebracht werden.

Vor dem Hintergrund der Russland-Affäre hat nun ein demokratischer Kongressabgeordneter ein Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump beantragt. Experten gehen allerdings davon aus, dass die Erfolgschancen gering sind. Bisher hat sich erst ein weiterer Demokrat dem Antrag angeschlossen. Das Weiße Haus nennt den Vorstoß "vollkommen lächerlich".

In der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen 38 weitere mutmaßliche Massengräber entdeckt worden. Damit wurden in der Region, die seit Monaten von Gewalt erschüttert wird, bereits mehr als 80 wahrscheinliche Massengräber identifiziert. In der Provinz Kasai wurden nach Angaben der katholischen Kirche seit vergangenem September bereits mehr als 3000 Menschen getötet. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass wegen des Konflikts bereits 1,3 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Das Umweltministerium untersucht Vorwürfe gegen Mitarbeiter, Hinweisen auf Löwen in Farmgebieten nicht sofort nachzugehen. Das erklärte Minister Pohamba Shifeta laut Presseagentur NAMPA in der Nationalversammlung. Zuvor hatte Präsidialminister Frans Kapofi einen Vorfall in der Region Kunene angesprochen, bei dem vergangene Woche ein Farmer von einem Löwen angefallen worden war. Naturschutzbeamte seien in der Nacht zuvor über die Sichtung des Raubtiers in der Gegend informiert worden, hätten aber nicht reagiert. Offenbar seien sie nur bereit zu arbeiten, so Kapofi, wenn sie für Überstunden bezahlt werden.

In Namibia wird im September wohl zum letzten Mal die Zeit umgestellt. Der zuständige Parlamentsausschuss habe nach Abschluss der landesweiten Anhörungen die Abschaffung der Winterzeit empfohlen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Das Parlament dürfte der Empfehlung bei der Abstimmung folgen. Von rund 3.500 Teilnehmern der Anhörungen haben sich fast 3.100 gegen die Beibehaltung der Zeitumstellung ausgesprochen. Als Grund wurde genannt, dass Arbeitnehmer bei durchgehender Standardzeit auch im Winter bei Tageslicht nach Hause gehen können. Damit sei das Risiko eines Überfalls vor allem für Frauen geringer. Außerdem wird laut AZ die geringere Unfallgefahr für Pendler etwa zwischen Windhoek und Rehoboth oder Walvis Bay und Swakopmund angegeben.

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