Sonntag 24. Juni 2018

13. März 2018 - Nachrichten am Morgen

Präsident Hage Geingob ruft alle Namibier auf, sich am Tag der Arbeit am 1. Mai an einer landesweiten Säuberungsaktion zu beteiligen. Das meldet die Nachrichtenagentur NAMPA unter Berufung auf eine Pressemitteilung des Präsidentenbüros von gestern. An vielen Stellen im Land liege Müll herum. Eine saubere Umwelt sei Voraussetzung für eine gesunde Nation. Außerdem wünsche er sich, dass Windhoek wieder die sauberste Stadt Afrikas wird, erklärte Geingob. Laut NAMPA lag Windhoek im Jahr 2016 an zehnter Stelle. Platz Eins belegte die ruandische Hauptstadt Kigali. Vor zwei Wochen hatte Geingob Aufrufe in sozialen Medien zurückgewiesen, den Tag der Unabhängigkeit für eine landesweite Säuberungskampagne zu nutzen.

Die Regierung hat ihre Ziele bei der Bodenreform in den vergangenen fünf Jahren bei weitem nicht erreicht. Das habe der Minister für Bodenreform, Utoni Nujoma, gestern zum Auftakt eines fünftägigen Arbeitstreffens erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Grund seien vor allem gestiegene Preise für Farmland und mangelnde Finanzen seines Ministeriums. Nujoma zufolge hat die Regierung von 2013 bis 2017 insgesamt 155 Farmen mit einer Gesamtfläche von 836.000 Hektar gekauft und dafür 1,1 Milliarden Namibia Dollar ausgegeben. Die Zielvorgabe habe jedoch bei 3,1 Millionen Hektar gelegen. Die Zahl der Neufarmer lag demnach bei 365 statt wie geplant bei 579.

In Swakopmund ist am Sonntag ein Bootsfahrer verhaftet worden, der fast 80 Afrikanische Adlerfische gefangen hat. Laut Allgemeiner Zeitung hat es sein Boot aufgrund der Last von mehr als einer halben Tonne nicht aus eigener Kraft zurück an Land geschafft und musste ins Schlepptau genommen werden. Der Bootsfahrer habe Probleme mit dem Motor vorgegeben. Nach Anlegen an der Waterfront in Swakopmund habe man jedoch eine abgeklebte Luke und die dahinter versteckte Fracht von fast 80 Adlerfischen entdeckt. Erlaubt sind laut Bericht zwei Afrikanische Adlerfische pro Angler. Der Bootsfahrer soll heute vor Gericht erscheinen.

Gut ein Jahr vor der Europawahl startet die französische Regierung heute eine Bürgerbefragung zur Zukunft der Europäischen Union. Dabei sollen die Franzosen auch Vorschläge machen, etwa zur Sozial- und Flüchtlingspolitik. Die Befragung soll in den kommenden Monaten auch auf andere EU-Länder ausgeweitet werden.

Auch die US-Regierung vermutet Russland hinter dem Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Skripal in Großbritannien. Moskau ist dafür wahrscheinlich verantwortlich, sagte US-Außenminister Tillerson. Die britische Premierministerin May hatte gestern bekannt gegeben, dass das verwendete Nervengift in Russland entwickelt worden ist, es habe militärische Qualität. May hat Russland ein Ultimatum bis heute Abend gestellt. Bis dahin müsse sich Moskau erklären, ansonsten werde es Sanktionen geben. Russland hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Der Gebrauch von Kondomen in Namibia ist im Laufe der vergangenen elf Jahre deutlich gesunken. Das habe Gesundheitsminister Bernard Haufiku gestern beklagt, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Man habe Bewusstseinskampagnen zur Prävention gegen HIV/Aids aus finanziellen Gründen einschränken müssen. So seien Kondome zurzeit hauptsächlich in Behörden, Hospitälern und Shebeens erhältlich, sagte Haufiku. Man müsse sie aber eigentlich auch in Nachtklubs, bei Fußballspielen, an Taxifahrer und in Gefängnissen verteilen. Haufiku zufolge werden in Namibia pro Jahr mehr als 30 Millionen Kondome für Männer und Frauen kostenlos ausgegeben.

 

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