Freitag 21. September 2018

13. September 2018 - Nachrichten am Morgen

Beim Eigentum von Land sollten Obergrenzen eingeführt werden. Das ist laut Namibian einer der Vorschläge in einem Bericht, der nach den landesweiten Anhörungen zur Bodenreform angefertigt und diese Woche vom Kabinett und Vertretern der Regionen diskutiert wurde. Die maximale Hektarzahl an Land, das eine Person besitzen darf, solle nach Kriterien wie Fruchtbarkeit des Bodens, Tragkraft der Fläche und Umweltfaktoren ermittelt werden. Die Fläche, die über diese Obergrenze hinausgeht, solle für das Programm der Bodenreform enteignet werden können, so der Vorschlag. Anfang kommenden Monats findet die mehrmals verschobene zweite Landkonferenz statt.

Die Einreisebehörde Namibias ist bei einem willkürlichen Vorgehen gegen Ausländer erneut per Gericht gestoppt worden. Laut Allgemeiner Zeitung erklärte das Obergericht die Ausweisung des 29-jährigen Südafrikaners Marco Kruger für null und nichtig. Dasselbe gelte für die Nicht-Verlängerung seines Visums. Kruger ist in Südafrika geboren und war seiner Mutter nach der Scheidung von seinem Vater im Jahr 2001 nach Namibia gefolgt. Er machte geltend, von seinem Vater entfremdet zu sein, in Südafrika keine Perspektive für sein Leben zu sehen und Namibia als seine Heimat zu empfinden. Im Zuge des Verfahrens kam auch das dubiose Angebot einer offenbar gut über Krugers Fall informierten Person zur Sprache, gegen Zahlung für Beamte den Antrag auf eine ständige Aufenthaltsgenehmigung voranzutreiben.

Namibia hat im Kampf gegen Tuberkulose leichte Fortschritte erzielt. 2017 seien rund 700 Personen an der Krankheit gestorben, berichtet der Namibian unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Das sei ein Rückgang gegenüber 2016 von drei Prozent. Dennoch liege die Zahl im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung zu hoch. Der Statistik zufolge wurden im vergangenen Jahr mehr als 8.800 Fälle von Tuberkulose registriert, darunter seien über 800 Kinder gewesen. Die Weltgesundheits-Organisation WHO zählt Namibia laut Bericht zu den 30 am meisten von Tuberkulose betroffenen Ländern.

Für Abgeordnete und andere Amtsträger gibt es keine Anhebung der Besoldung, bis sich die wirtschaftliche Lage Namibias verbessert. Das habe die Kommission für Träger Öffentlicher Ämter POBC gestern deutlich gemacht, berichtet der Namibian. Sechs Mitglieder der Anfang Juli neu ernannten Kommission unter Vorsitz von Richter Sylvester Mainga erstatteten Präsident Hage Geingob einen Antrittsbesuch. Mit Bezug auf einen Bericht der Zeitung New Era vor einem Jahr nennt der Namibian eine Gesamtzahl von 326 Amtsträgern. Die Personalkosten inklusive Vergütungen hätten gut 264 Millionen Namibia Dollar und damit 0,4 Prozent des damaligen Haushaltes betragen.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan wird heute in seiner Heimat Ghana beigesetzt. Annan war vor kurzem im Alter von 80 Jahren gestorben. Er führte die Vereinten Nationen von 1997 bis Ende 2006. 2001 erhielt der Ghanaer den Friedensnobelpreis. An dem heutigen Staatsbegräbnis in der Hauptstadt Accra nimmt auch das frühere deutsche Staatsoberhaupt Horst Köhler teil.

Hurrikan Florence bedroht die Ostküste der USA. Rund anderthalb Millionen Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Zuletzt hatte der Hurrikan zwar an Stärke verloren, Experten warnen aber trotzdem vor einem der stärksten Stürme seit Jahrzehnten. Befürchtet werden vor allem meterhohe Überschwemmungen und Sturzfluten. Der Wirbelsturm soll frühestens am Abend unserer Zeit auf Land treffen.


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