Mittwoch 21. August 2019

14. August 2015 - Nachrichten am Morgen

Der Prozess gegen den wegen Korruption angeklagten namibischen Anwalt Dirk Conradie wurde erneut verschoben. Wie die Nachrichtenagentur Nampa berichtet, wurde der 1. Dezember als neuer Verhandlungstermin festgesetzt. Conradie und seine Mitangeklagte Sarah Damases waren 2012 festgenommen worden. Die erneute Verschiebung wurde auf Wunsch der Anklage und Verteidigung vom Gericht genehmigt. Conradie soll vor drei Jahren versucht haben, Damases eine hohe Position bei einer Werbeagentur zu verschaffen. Dafür soll er der Agentur einen Vertrag des Mobilfunkbetreibers MTC über mehrere Millionen Namibia Dollar versprochen haben.

Die namibische Milchindustrie steht vor dem Aus. Laut der heutigen Ausgabe der Allgemeinen Zeitung sei vor allem südafrikanische Milch an dem Preisdumping schuld. So würde diese in Windhoek weniger kosten als auf dem Heimatmarkt Südafrika. Laut Namib Dairies-Geschäftsführer Günther Ling ist die südafrikanische Milch in Namibia bis zu einem Drittel günstiger als die namibische Nammilk. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli ist in diesem Jahr der Absatz um 23 Prozent zurückgegangen. Die Milchproduktion Namibias von 24 Millionen Liter im Jahr würde in Südafrika in nur wenigen Tagen erreicht werden.

Die Inflationsrate in Namibia war auch im Juli erneut niedrig. Dies gab die Namibische Statistikagentur NSA bekannt. Demnach habe die Jahresinflation 3,3 Prozent betragen. Gegenüber dem Vormonat sei die Inflation um gut ein halbes Prozent angestiegen. Vor allem Nahrungsmittel und nichtalkoholische Getränke seien mit bis zu 7,5 Prozent deutlich teurer geworden. Indessen hat das Handelsdefizit Namibias im zweiten Quartal 2015 ein Rekordhoch erreicht. Es war mit 9,85 Milliarden Namibia Dollar mehr als 40 Prozent höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Im Irak sind bei einem Bombenanschlag erneut mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Laut Angaben des Innenministeriums wurden hunderte weitere Menschen zum Teil schwer verletzt. Zu dem Anschlag auf einem belebten Marktplatz in der Hauptstadt Bagdad bekannte sich bereits die radikal-islamistische Terrormiliz Islamischer Staat. Bei den Toten und Verletzten handelt es sich vor allem um Schiiten. In den vergangenen Wochen sind bei ähnlichen Anschlägen bis zu tausend Menschen im Irak ums Leben gekommen.

Mali hat drei weitere Verdächtige im Fall eines Angriffs auf ein Hotel vor einer Woche festgenommen. Dies gaben die Sicherheitskräfte der Region Mopti bekannt. Zuvor wurden bereits sieben Festnahmen gemeldet. Malische Soldaten hatten das Hotel in der Stadt Sévaré nach etwa 24 Stunden gestürmt. Bei den Festgenommenen soll es sich um radikale Muslime handeln. Bei dem terroristischen Anschlag und der Befreiung des Hotels waren vier Friedenssoldaten der MINUSMA-Mission, zwei Zivilisten, vier Terroristen und vier Soldaten ums Leben gekommen.

Die Ausgliederung vieler Flüge von Lufthansa zu Tochtergesellschaften spart dem Unternehmen Millionen. Laut Nachrichtenagentur AFP erhalten Piloten der Billigfluggesellschaft Eurowings ein deutlich niedrigeres Gehalt. Der Gehaltsunterschied beträgt bis zu 50.000 Euro, umgerechnet 680.000 Namibia Dollar, pro Jahr. So sollen Co-Piloten bei Eurowings nach 10 Jahren 58.000 Euro pro Jahr verdienen, bei der Muttergesellschaft Lufthansa dagegen ein Grundgehalt von 105.000 Euro, etwa 1,4 Millionen Namibia Dollar, bekommen.

Ein neues Arbeitnehmerschutzgesetz soll dem Arbeitsplatzabbau in Simbabwe entgegenwirken. Dies gab die Regierung in Harare bekannt. Man habe mit großem Unmut die Entlassung tausender Menschen in den vergangenen Monaten beobachtet, hieß es. Zahlreiche simbabwische Großunternehmen haben aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise Arbeitsplätze abgebaut. Zuvor hatte ein Gericht entschieden, dass Arbeitnehmer eine Kündigungsfrist von nur drei Monaten haben. Mindestens 20.000 Arbeitnehmer sind bereits betroffen. Einzelheiten zu dem neuen Gesetz wurden indessen nicht bekannt gegeben.

Die Zahl gewilderter Nashörner in Südafrika dürfte weitaus höher liegen als bisher angenommen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur ANA unter Berufung auf das Umweltministerium. So haben Luftbildaufnahmen ein verheerendes Bild gezeigt. Ersten Auswertungen nach habe man deutlich mehr tote Nashörner entdeckt als bisher angenommen. 2014 wurden offiziell 1215 Nashörner in Südafrika gewildert. Seit Februar 2015 veröffentlicht das Umweltministerium keine offiziellen Zahlen mehr. Laut unbestätigten Zahlen von Tierschutzorganisationen dürften in diesem Jahr bereits mindestens 720 Nashörner Wilderern zum Opfer gefallen sein.


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