Samstag 20. Juli 2019

14. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Finanzminister Calle Schlettwein hat die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Namibias durch die internationale Rating-Agentur Moody's auf "Junk"-Status heftig kritisiert. Die Einschätzung stütze sich hauptsächlich auf den Zahlungsrückstand der Regierung, erklärte Schlettwein in einer Pressemitteilung am Freitagabend. Auch sei der Zeitpunkt vier Monate nach Beginn des Finanzjahrs verfrüht. Moody's hatte Namibia laut Schlettwein von Baa3 mit Ausblick negativ auf Ba1 mit weiterhin negativem Ausblick zurückgestuft. Begründet wurde die pessimistische Aussicht mit der möglichen Verschlechterung der Lage durch Defizite bei Einnahmen durch die Zollunion SACU und durch zu hohe Ausgaben vor der Wahl der neuen SWAPO-Führung Ende 2017 und den Präsidentschaftswahlen 2019. Dies sei rein spekulativ, so Schlettwein.

Die SWAPO-Führung hat nicht entschieden, ihren amtierenden Präsidenten Hage Geingob für die Neuwahl des Parteiführers als einzigen Kandidaten aufzustellen. Das erklärte der SWAPO-Sekretär für Information, Helmut Angula, gestern gegenüber dem Namibian. Insidern zufolge wurde die Kandidaten-Frage auf der Sitzung des Zentralkomitees am Samstag durch Jugendminister Jerry Ekandjo angeschnitten. Auf dem SWAPO-Kongress Ende dieses Jahres wird mit der Wahl des neuen Parteipräsidenten auch der Kandidat der SWAPO bei den Präsidentschaftswahlen 2019 bestimmt.

In den USA geht die Diskussion um Trumps Reaktion nach den Ausschreitungen in Charlottesville weiter. Er habe sich nicht klar genug von den Ultrarechten distanziert, sagen Bürgerrechtler, Demokraten und auch viele republikanische Parteifreunde. Das Weiße Haus ist bemüht, die Wogen zu glätten.

Bei einem Angriff auf ein Café in der Hauptstadt von Burkina Faso sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Es handelt sich vermutlich um eine Attacke radikaler Islamisten.

In der Region Kavango-Ost ist der Polizei ein Schlag gegen Wilderer gelungen. Laut Presseagentur NAMPA nahm sie am Freitag in dem Dorf Kasote vier Männer fest und beschlagnahmte acht Elefanten-Stoßzähne, eine Schuppentier-Haut und ein Hyänenfell. Der Schwarzmarktwert wird auf vier Millionen Namibia Dollar geschätzt. Außerdem fanden die Beamten 26 Steine, bei denen es sich um unpolierte Diamanten handeln könnte. Einer der vier Männer stammt aus Angola.

Bei der Jagd auf Elefanten auf der Farm Mopane im Bezirk Kalkfeld ist ein Jäger getötet worden. Laut Presseagentur NAMPA handelt es sich um einen 46-jährigen Argentinier, der für eine Ölfirma in Namibia gearbeitet hat und über eine Jagdlizenz verfügte. Er habe mit anderen Jägern der Elefantenherde am Samstagnachmittag nachgespürt. Plötzlich habe ein Elefant die Gruppe entdeckt, sie angegriffen und den Argentinier zu Tode getrampelt. - In der Gegend von Kalkfeld halten sich seit Wochen etwa 40 Elefanten auf. Auf rund zwölf Farmen wurden Tränken und Zäune beschädigt. Das Umweltministerium erklärte vergangene Woche zwei Elefanten zu Problemtieren und gab sie zum Abschuss frei.


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