Samstag 18. August 2018

14. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Der Harambee-Wohlstandsplan zur Reduzierung der Armut in Namibia verläuft bislang erfolgreich. Das erklärte Präsident Hage Geingob laut Allgemeiner Zeitung gestern im Staatshaus vor Ministern, Staatssekretären, Diplomaten und Journalisten. In einer ersten Bilanz seit Start des Programms im April habe Geingob mitgeteilt, dass man die für das erste Jahr gesteckten Ziele zu 80 Prozent erreicht habe. So sinke die Armutsrate schneller als vorhergesagt. Auch beim kontrovers diskutierten Gesetzentwurf NEEEF zur Förderung historisch benachteiligter Namibier in der Wirtschaft ist man laut Geingob einer Win-Win-Situation näher gekommen.

Die Regierung Namibias steht zu ihrer Verpflichtung, Wohnraum zu schaffen, der angemessen und erschwinglich ist. Das habe die Ministerin für städtische Entwicklung, Sophia Shaningwa, gestern in Mariental erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Anlass war die Übergabe von 28 Häusern, die im Rahmen des Massen-Wohnungsbau-Programms errichtet worden waren. Viele Namibier könnten sich selbst diese Häuser nicht leisten, weil sie weniger als 2.700 Namibia Dollar im Monat verdienen. In der Kategorie für Niedrigverdiener würden die Häuser daher zu einem Preis verkauft, der unter den Baukosten liege.

Die syrische Armee hat nach Angaben von Russland die Angriffe in Ost-Aleppo beendet und die Stadt vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Rebellen und das Assad-Regime hatten sich zuvor auf einen Abzug der Kämpfer und Zivilisten geeinigt. Die Vereinten Nationen forderten unterdessen einen Zugang in das Gebiet. Man wolle überprüfen, ob dort wirklich nicht mehr gekämpft wird. Der Nahost-Experte Guido Steinberg glaubt nicht an ein schnelles Ende des syrischen Bürgerkriegs.

Rio de Janeiro gehört nun offiziell zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Aufnahme der brasilianischen Metropole in der Kategorie städtische Kulturlandschaft war 2012 bekanntgegeben worden. Allerdings wurde den Behörden noch vier Jahre Zeit gegeben, um Pläne zum Schutz bestimmter Gebiete vorzulegen. Rio erlebte nach der Fußballweltmeisterschaft 214 und den Olympischen Sommerspielen in diesem Jahr einen Touristenboom. Die Großereignisse sind aber auch für Rekordschulden verantwortlich. Außerdem ist die Kriminalitätsrate in der Stadt weiter hoch.

Der Vizeminister für Bodenreform, Bernadus Swartbooi, stolpert über seine Kritik an seinem Vorgesetzten. Wie das Büro von Präsident Hage Geingob mitteilte, gab es gestern ein Treffen zwischen Geingob und Swartbooi im Staatshaus, an dem auch Vize-Präsident Nickey Iyambo und Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila teilnahmen. Swartbooi habe erneut eine öffentliche Entschuldigung verweigert und seinen Rücktritt angeboten. Geingob habe dies akzeptiert und erwarte nun seine Kündigung. Swartbooi hingegen will laut Namibian weiterhin im Büro erscheinen, bis er entlassen werde. - Er hatte Bodenreform-Minister Utoni Nujoma öffentlich vorgeworfen, Farmland im Süden Namibias an Neufarmer aus anderen Regionen zu verteilen und die Nama, denen das Land einst genommen worden sei, beiseite zu schieben.

Im Etosha Nationalpark haben zwei Nashörner den Gnadenschuss erhalten. Nahe Namutoni habe Tierarzt Carl-Heinz Möller ein Nashorn erschossen, das aufgrund einer Krankheit halb gelähmt gewesen sei, berichtet die Allgemeine Zeitung. Zwecks weiterer Untersuchung habe Möller die Haut des Tieres mitgenommen. Fotos vom Abtransport des Kadavers hatten für Schlagzeilen gesorgt. Das zweite Nashorn musste laut AZ bei Okaukuejo von seinen Leiden erlöst werden, nachdem es von Wilderern angeschossen worden war. Die Polizei nahm neun Verdächtige fest, die direkt oder indirekt an dem Vorfall beteiligt gewesen sein sollen.


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