Montag 10. Dezember 2018

14. Dezember 2017 - Nachrichten am Morgen

Das Harambee-Wohlstands-Programm der Regierung ist auf gutem Weg. Das habe Präsident Hage Geingob gestern im Staatshaus bei seinem Rückblick auf das Jahr 2017 betont, berichtet die Allgemeine Zeitung. Das Programm, das am 1. April 2016 gestartet wurde, sei zu 38 Prozent umgesetzt, erklärte Berater John Steytler im Anschluss. Dabei verwies er laut AZ auf den Rückgang des Mangels an Nahrungsmitteln bei Armen durch die Hungerhilfe der Regierung. Auch sei die Zahl der Empfänger der Staatsrente und von Zuschüssen für Kinder gestiegen. Geingob zog auch im Kampf gegen Korruption eine positive Bilanz. Als Beispiele nannte er das Vorgehen gegen die Chefetage der Namibia Airports Company und den Stopp der überteuerten Pläne zum Ausbau des Internationalen Flughafens.

Bei einem Angriff der Islamistengruppe Boko Haram auf einen Militärstützpunkt in Nigeria sind mehrere Menschen getötet worden. Die Bewaffneten stürmten einen Stützpunkt im Nordosten des Landes. Die Armee habe Verstärkung bekommen und die Angreifer zurückgedrängt, hieß es. Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet.

In Sachen Brexit hat die britische Premierministerin May eine Niederlage kassiert. Gegen den Willen ihrer Regierung sicherte sich das Parlament in einer Abstimmung ein Veto-Recht für ein bevorstehendes Abkommen mit der EU. Heißt: ein Brexit-Deal muss das britische Parlament genauso passieren, wie eine normale Gesetzesinitiative.

Der kräftige Wind bei Lüderitz soll bald weitere 1.000 Haushalte mit Strom versorgen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, hat das Unternehmen Diaz Wind Power mit dem Stromkonzern NamPower ein entsprechendes Stromlieferungs-Abkommen unterzeichnet. Das Unternehmen will bei Lüderitz ein Windkraftwerk mit einer Kapazität von 44 Megawatt errichten. Laut Firmendirektor Haddis Tilahun werden dabei insgesamt 1,5 Milliarden Namibia Dollar investiert. Im August war bei Lüderitz der erste Windpark Namibias fertiggestellt worden. Drei Türme nordöstlich der Stadt liefern 5 Megawatt Strom. Der Windpark „Ombepo“ von der Firma InnoSun hat 180 Millionen Dollar gekostet.

Ein homosexuelles Paar klagt auf Anerkennung seiner in Südafrika geschlossenen Ehe. Laut Namibian handelt es sich um einen Namibier und einen Südafrikaner, die im August 2015 geheiratet haben. Ihre Klage richte sich dagegen, dass die Einreisebehörde den Südafrikaner und dessen Sohn als illegale Einwanderer ansieht. Das Paar fordere, dass ihre Ehe anerkannt wird und somit der südafrikanische Partner und dessen Sohn Aufenthaltsrecht in Namibia erhalten. Dem Bericht zufolge stützen sich die Eheleute auf ein Urteil des Obergerichts Südafrikas, das ihnen das Sorgerecht für den neunjährigen Jungen zugesprochen hatte - mit ausdrücklicher Erlaubnis, ihn beim Umzug nach Namibia im vergangenen April mitzunehmen.

Im Kampf gegen den Mangel an günstigem Wohnraum hat die Regierung Namibias große Fortschritte gemacht. Seit April 2016 seien 8.100 Häuser zu niedrigen Preisen errichtet worden, erklärte Präsidenten-Berater John Steytler laut Presseagentur NAMPA gestern im Staatshaus. Gut 3.400 dieser Häuser seien im Rahmen des Massen-Wohnungsbaus der Regierung entstanden und rund 1.600 durch Partnerschaften zwischen Staat und Privatsektor. Auch private Entwickler und der staatliche Pensionsfonds GIPF hätten günstige Häuser gebaut. Die Versorgung von Einwohnern im ländlichen Raum mit Toiletten dagegen ist laut Steytler wegen finanzieller Engpässe nicht so weit gekommen wie geplant. So seien seit April 2016 von 1.850 Kübellatrinen nur knapp 880 ersetzt worden. Hinzu kamen rund 1.850 neue Toiletten.


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