Mittwoch 17. Juli 2019

14. Februar 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Anti-Korruptions-Kommission ACC hat eine Untersuchung zu dubiosen Diamantenverkäufen der staatlichen Firma Namib Desert Diamonds Namdia eingestellt. Das erklärte ACC-Direktor Paulus Noa gegenüber dem Namibian. Er habe Bergbauminister Obeth Kandjoze befragt und sei mit dessen Antworten zufrieden. Im November hatte der Namibian berichtet, Namdia habe eine Sendung Diamanten verkauft, die in Dubai für das Fünffache weiterverkauft worden sei. - Namdia hatte im September vom Diamantenkonzern Namdeb erstmals 15 Prozent der Jahresproduktion erhalten. An Namdeb sind der Weltkonzern DeBeers und die Regierung beteiligt, Namdia dagegen ist zu 100 Prozent in Staatsbesitz.

Die Einreisebehörde Namibias hält Dutzende Ausländer widerrechtlich fest. Das hätten Ermittlungen von Ombudsman John Walters ergeben, berichtet die Allgemeine Zeitung. Auf Eilantrag des Anwalts Norman Tjombe habe das Obergericht die Behörde angewiesen, bis Freitag zu begründen, warum sie nicht freigelassen oder einem Einreisetribunal vorgeführt werden. Laut Bericht handelt es sich um 47 Personen, darunter zwei Minderjährige, die vor allem aus Angola, Simbabwe und Kenia stammen und zum Teil seit Monaten in Haftzellen festgehalten werden. Haftbefehle gegen sie seien abgelaufen oder gar nicht vorhanden.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas einstimmig verurteilt. Damit verstoße Pjöngjang gegen Resolutionen, erklärte das Gremium nach einer Sondersitzung. Neben den USA prüfen auch andere UN-Mitgliedsstaaten neue Sanktionen gegen das kommunistische Land. Nordkorea hatte den Test zuvor als Erfolg bezeichnet.

Kaum im Amt ist der Sicherheitsberater von US-Präsident Trump - Michael  Flynn - zurückgetreten. Zum Verhängnis wurden dem früheren Drei-Sterne-General offenbar seine Kontakte nach Russland. Flynn soll vor dem Machtwechsel im Weißen Haus dem russischen Präsidenten Putin persönlich zugesagt haben, dass die Sanktionen gegen Moskau zurückgenommen werden. Flynn hatte das zunächst geleugnet.

Die Bewohner von Mariental brauchen keine Sorge vor einer Überflutung durch Wassermassen aus dem Hardap-Stausee haben. Das versicherte Stausee-Aufseher Deon Human gestern auf Nachfrage der Presseagentur NAMPA. Zwar sei der Füllstand von Donnerstagabend bis Montagmorgen von 41,2 auf 64,1 Prozent gestiegen. Allerdings habe der Regenfall im Auffanggebiet nachgelassen, so dass die Schleusen wohl nicht geöffnet werden müssten. Bei 70 Prozent wird langsam Wasser abgelassen, um zu vermeiden, dass sich der Stausee zu sehr füllt und die Schleusen völlig geöffnet werden müssen. Das hatte 2006 zu einer Überflutung von Wohngebieten in Mariental geführt.

Das Konzept einer deutschen Firma zum Bau günstiger Häuser in Namibia nimmt Gestalt an. Laut Allgemeiner Zeitung wurde in Windhoek das erste nach dem neuen Bausystem errichtete Haus feierlich an eine bedürftige Familie übergeben. Es habe 250.000 Namibia Dollar gekostet. Kernstück des Systems der Firma Polycare aus Thüringen sind Steine, die zu 87 Prozent aus Wüstensand und zu 13 Prozent aus Polyester-Harz gefertigt sind und nach dem Lego-Prinzip zusammengesetzt werden. Polycare hatte das Bausystem im Rahmen der Investment-Konferenz im November in Windhoek präsentiert. In Okahandja ist eine Fabrik für die Steine geplant.


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