Sonntag 20. September 2020

14. Februar 2019 - Nachrichten am Morgen

Mitarbeiter des Internationalen Flughafens haben offenbar in einem benachbarten Naturreservat Wildhunde erschossen, um ihnen einen erjagten Kudu abzunehmen. Drei Mitarbeiter der Namibia Airports Company NAC und drei Sicherheitsbeamte seien festgenommen worden, teilte die N/a'ankusé Foundation gestern mit. An der Grenze des von N/a'ankusé mitbetriebenen Zannier-Reservates zum Grundstück des Flughafens habe man am Dienstag einen angeschossenen und zwei erschossene Wildhunde gefunden. Spuren hätten gezeigt, dass die Tiere zuvor am Zaun einen Kudu gestellt hatten. Laut N/a'ankusé wurde die Flughafenleitung benachrichtigt, die sofort ihre Mitarbeiter befragt und in einem Wagen einen Kudu-Kadaver entdeckt habe. Sechs verdächtige Mitarbeiter wurden zum Tatort gebracht und nach Sicherung von Spuren und Projektilen verhaftet.

Abgeordnete des Parlaments sollten sich an den Verhaltenskodex halten. Dazu habe Präsident Hage Geingob gestern bei der offiziellen Eröffnung der Sitzungsperiode gemahnt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Ein Verlust des guten Rufes führe zu schwindender Glaubwürdigkeit und abnehmendem Vertrauen der Bürger. Er glaube an die Formel "Rechenschaft plus Transparenz ergibt Vertrauen". Laut AZ machte Geingob zudem klar, er wolle in diesem Jahr nicht wieder erleben, dass die Abwesenheit von Abgeordneten zur Beschlussunfähigkeit des Parlamentes führe.

Fischereiminister Bernhard Esau will seine Mitarbeiter stärker zur Rechenschaft ziehen. Das habe Esau in seiner Ansprache an die Belegschaft seines Ministeriums gestern angekündigt, meldet die Presseagentur NAMPA. Er erwarte Ergebnisse von seinen leitenden Mitarbeitern und werde die Ausführung von Programmen überprüfen. Im Jahr der Rechenschaft müsse man für eine verstärkte Hierarchie bei der Erteilung von Anordnungen sorgen. Zugleich forderte Esau, die Kultur der Ausreden und gegenseitige Schuldzuweisungen auszumerzen.

Der umstrittene Generalsekretär der Namibia Football Association NFA, Barry Rukoro, ist von der Polizei aus seinem Büro geführt worden. Laut Presseagentur NAMPA hatte das jüngst gegründete NFA-Normalisierungskomitee Rukoro schriftlich aufgefordert, innerhalb einer Stunde sämtliches Eigentum der NFA herauszugeben, den Firmenwagen eingeschlossen. Rukoro sei vom internationalen Verband FIFA nicht mehr als NFA-Generalsekretär anerkannt und seine Anwesenheit im NFA-Büro verstoße gegen geltendes Recht. Rukoros Stuhl wackelt seit zwei Jahren. Seine Amtszeit war laut NAMPA bis zum NFA-Kongress verlängert worden, der für Dezember vorgesehen war, aber nicht stattfand. Daraufhin habe sich die FIFA eingeschaltet und die Gründung des Normalisierungskomitees veranlasst.

Der lange Streit um die Reform des europäischen Urheberrechts ist offenbar beendet - die Einigung zwischen Mitgliedstaaten, EU-Parlament und Kommission steht - das hat der stellvertretende Kommissionschef Ansip mitgeteilt. Er twitterte: Die Europäer bekommen endlich moderne Urheberrechtsregeln, die an das digitale Zeitalter angepasst sind. Unter anderem werden Online-Plattformen stärker in die Pflicht genommen: Sie sind werden zur Verantwortung gezogen, wenn Nutzer das Urheberrecht verletzen - und müssen Inhalte, die hochgeladen werden, auf Urheberrechtsverstöße überprüfen. Damit die Reform in Kraft treten kann, müssen aber die Mitgliedstaaten und das EU-Parlament noch endgültig zustimmen.


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