Samstag 21. Oktober 2017

14- März 2017 - Nachrichten am Abend

Um die stark wachsenden Zahl von Malariaerkrankungen Herr zu werden, wurde ein 60-Tage-Notfallplan aufgestellt. Dieser sieht auch den Einsatz der namibischen Armee vor, um besonders abgelegene Gebiete zu erreichen. Alleine aus vier Regionen im Norden wurden mehr als 6500 Fälle gemeldet. Dies sei deutlich mehr als in den vergangenen Jahren, jedoch weit von den bis zu 500.000 Malariafällen vor zehn Jahren entfernt. Das Kabinett habe Notfallmaßnahmen im Wert von 12,3 Millionen Namibia Dollar genehmigt. – Deutlich mehr Fälle werden insbesondere auch aus Simbabwe, Botswana, Nordost-Südafrika und Mosambik gemeldet.

Das Europaparlament hat ein schärferes Waffenrecht verabschiedet. Die Richtlinie sieht u.a. eine bessere Kennzeichnung und mehr Kontrolle vor. Halbautomatische Waffen mit vergleichsweise großen Magazinen werden verboten. Mit den neuen Regeln reagiert Europa auch auf die jüngsten Terroranschläge.

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes - Lüders - hat das Kopftuchurteil kritisiert. Für muslimische Frauen könnte es in Zukunft noch schwerer werden, in den Arbeitsmarkt zu kommen, sagte Lüders. Firmen sollten sich genau überlegen, ob sie gut qualifizierte Beschäftigte ausgrenzen wollen. Der Europäische Gerichtshof hatte entschieden, dass Arbeitergeber das Tragen eines Kopftuches verbieten können. In dem Betrieb muss es aber eine allgemeine Regelung geben, die sich auch auf andere religiöse Zeichen bezieht.

Bundesjustizminister Maas hat drastische Strafen für Internetkonzerne angekündigt, die Hassbotschaften und Falschmeldungen nicht schnell genug entfernen. Einem Gesetzentwurf zufolge drohen Facebook, Google und Co. bei einem Verstoß gegen die Löschpflicht Geldbußen in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro. Maas kritisiert, dass die Firmen immer noch nicht konsequent gegen strafbare Inhalten vorgehen.

Das Verkehrsministerium plant die Einführung von Nahverkehrszügen in und um Windhoek. Eine Machbarkeitsstudie sei bereits durchgeführt werden und nun sollen detaillierte Planungen erarbeitet werden. Man wolle das Projekt scheinbar in einem Public-Private-Partnership umsetzen. Die Kosten werden auf bis zu 2,8 Milliarden Namibia Dollar geschätzt. - Bereits im „Sustainable Urban Transport Master Plan“ für Windhoek, auf dessen Grundlage auch die neuen Hauptstadt-Buslinien eingeführt werden sollen, waren Nahverkehrszüge, darunter auch zum Flughafen, vorgesehen. 

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