Mittwoch 21. August 2019

14. September 2015 - Nachrichten am Mittag

Das Fort Namutoni fällt nicht auseinander. Mit diesen Worten hat die Geschäftsführerin von Namibia Wildlife Resorts (NWR), Zelna Hengari, auf einen Bericht in der Wochenzeitung Informanté reagiert. Die Zeitung berichtete von dem Verfall des historischen Forts, das in der deutschen Kolonialzeit errichtet wurde. Laut Hengari wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Veränderungen am Rastlager vornommen, um den Ansprüchen von internationalen und lokalen Gästen gerecht zu werden. Die zweite Phase des Projekts sieht vor, dass zusätzliche Unterkünfte wieder im Fort eingerichtet werden und die hölzerne Beobachtungsplattform erneuert wird, da diese nicht mehr sicher sei, so Hengari.

Farmer in der Umgebung von Hochfeld haben gestern Abend einen hochrangigen Polizist aus Windhoek, Kangungu, auf frischer Tat beim Wildern erwischt. Ein Augenzeuge sagte gegenüber Hitradio Namibia, dass dieser nach einer Verfolgungsjagd von mehr als 20 Kilometern vor der Wache in Hochfeld gestellt wurde. In seinem Fahrzeug wurden ein Jagdgewehr, drei erlegte Steinböcke und fünf Säcke mit Trockenfleisch sichergestellt. Unterdessen hat die Polizei in Simbabwe drei Südafrikaner festgenommen, die 29 Rappenantilopen von Simbabwe nach Südafrika schmuggeln wollten. Der Wert der Tiere beträgt fast 350.000 US-Dollar.

Ägyptische Einheiten haben irrtümlich mexikanische Touristen und ihre ägyptischen Begleiter angegriffen. Bei der Attacke im Westen des Landes sind 12 Menschen getötet worden, darunter mindestens zwei Mexikaner. Laut Innenministerium in Kairo hatten Polizei und Armee islamistische Kämpfer in der Region verfolgt und dann die vier Geländefahrzeuge der Urlauber unter Beschuss genommen. Der mexikanische Präsident Nieto hat eine vollständige Untersuchung der Tragödie gefordert.

SPD-Chef Gabriel rechnet nochmals mit einer deutlichen Steigerung bei den Flüchtlingszahlen. In Deutschland werden in diesem Jahr voraussichtlich eine Million Flüchtlinge ankommen. In einem Brief an die SPD-Mitglieder schreibt er, die Prognose der Bundesregierung von 800.000 Flüchtlingen sei nicht zu halten. Unterdessen hat die Regierung eine ganze Reihe von Krisensitzungen zu der Flüchtlingssituation angesetzt. Morgen trifft sich Bundeskanzlerin Merkel mit ihrem österreichischen Amtskollegen Faymann, um über das weitere Vorgehen in der Flüchtlingskrise zu beraten.

Kurz vor dem Treffen mit Facebook-Vertretern hat Deutschlands Justizminister Maas den Druck auf das soziale Netzwerk in Sachen Hass-Kommentare noch einmal erhöht. Er sagte der Bild-Zeitung, Facebook müsse mehr tun als bisher, um nicht zum Tummelplatz für Rechtsextreme zu werden. Meinungsfreiheit sei ein hohes Gut, das Internet sei jedoch kein rechtsfreier Raum, in dem rassistische Hetze und strafbare Äußerungen unkontrolliert verbreitet werden dürfen. Zuletzt hatte es heftige Kritik an Facebook gegeben, weil rassistische Posts dort häufig nicht gelöscht werden.

In der Türkei geht Präsident Erdogan offenbar weiter gegen kritische Medien vor. In der Nacht wurden die Redaktionsräume des politischen Magazins "Nokta" durchsucht. Anlass war das Titelbild der neuen Ausgabe. Es zeigt Erdogan, wie er vor dem Sarg eines türkischen Soldaten ein Selfie macht, eine Anspielung auf den von der Opposition erhobenen Vorwurf, Erdogan treibe den Kampf gegen die PKK voran, um seiner Partei bei der Neuwahl die absolute Mehrheit zu verschaffen. "Nokta" war 2007 verboten worden und erscheint erst seit ein paar Monaten wieder.

Die USA haben angeblich einen geplanten Angriff auf Papst Franziskus verhindert. Ein Abgeordneter des Repräsentantenhauses sagte dem Fernsehsender ABC, man habe einen speziellen Fall vereitelt. Nähere Angaben dazu machte er nicht. Papst Franziskus besucht nächste Woche die USA. Auf dem Reiseplan stehen Washington, New York und Philadelphia.


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