Samstag 08. August 2020

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14. September 2017 - Nachrichten am Mittag

Die namibische Regierung hat alle Verträge mit nordkoreanischen Firmen in Namibia gekündigt. Dies teilte Vizepremierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah gestern Abend in New York mit. Damit setze Namibia die neusten Resolutionen der Vereinten Nationen gegenüber Nordkorea um. Unter anderem wurden Verträge, die die Instandhaltung und die Renovierung des State House und des Heldenackers regeln sollten, aufgelöst.

In Namibias Wildtierparks sollen Plastiktüten bald verboten werden. Dies teilte der Vize-Umwelt- und Tourismusminister Tommy Nambahu gestern Abend bei der Eröffnung von insgesamt 19 Häusern für Ranger in einem Wildpark in der Sambesi-Region mit. Die Parks müssten sauber gehalten werden, um die Tiere zu schützen, und ein Plastiktütenverbot sei der erste Schritt hierfür. In der Sambesi-Region leben etwa 14.000 der über 22.000 Elefanten Namibias.

 

In Namibia soll die Entbuschung stärker vorangetrieben werden. Das sieht eine Grundsatzvereinbarung vor, die gestern vom Landwirtschaftsministerium, der AgriBank und der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ unterzeichnet wurde. Es gehe vor allem um die Finanzierung einer größeren Zahl von Projekten zur Entbuschung und zur Nutzung der dabei geernteten Biomasse. Laut GIZ gelten wohl mehr als 30 Millionen Hektar Land in Namibia als verbuscht. Dies entspreche einer Biomasse von 200 bis 300 Millionen Tonnen, für die es weltweit einen großen Bedarf gebe.

 

Im Museum für Naturgeschichte in New York befinden sich vier Schädel von Herero und Nama aus der Zeit des Kolonialkrieges. Das ließ der Ober-Chief der Herero, Vekuii Rukoro, laut Presseagentur Nampa gestern mitteilen. Er stützte sich dabei auf Informationen des US-Anwaltes, der die Reparations-Klage gegen Deutschland betreut. Demnach stammen die Schädel aus der privaten Sammlung eines deutschen Offiziers in Okahandja. Laut Namibian wiederholte Rukoro bei der Gelegenheit seine Forderung, am Dialog zwischen Namibia und Deutschland über die Kolonialzeit beteiligt zu werden. Falls dies nicht geschehe und die Regierung Namibias 400 Milliarden Namibia Dollar an Reparationen erhalte, werde er von Deutschland 800 Milliarden fordern.

 

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