Montag 20. Mai 2019

15. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Regierung Namibias sieht die Herabstufung durch die Rating-Agentur Moody's als Ansporn für eine weitere Konsolidierung ihrer Finanzen. Man müsse weiterhin auf entbehrliche Ausgaben verzichten, sagte Finanzminister Calle Schlettwein laut Allgemeiner Zeitung gestern. Zudem müsse man gegen verlustbringende Staatsbetriebe vorgehen. Indessen stellte sich der Wirtschaftsverband EAN [engl.] gestern an die Seite der Regierung und teilte die Kritik an Moody's. Die angeführten Faktoren für die Herabstufung seien nicht neu und bei der letzten Einstufung im Dezember viel schlechter gewesen. Auch habe die Agentur nicht erkannt, dass der Anteil an Personalkosten an den Gesamtausgaben nur deshalb gestiegen ist, weil die anderen Ausgaben gesenkt wurden. Moody hatte Namibia überraschend von Baa3 auf das Ramschniveau Ba1 herabgestuft.

Bei dem Opfer des Kongo-Fiebers vergangene Woche in Windhoek handelt es sich um einen Einzelfall. Die drei Angehörigen, die wegen des engen Kontakts unter Quarantäne gestellt wurden, seien frei von dem Erreger, teilte das Gesundheitsministerium laut Presseagentur NAMPA gestern mit. Auch habe man im Heimatdorf des Opfers bisher keinen weiteren Fall an Kongo-Fieber feststellen können. Ein 62-jähriger Mann aus einem Dorf bei Okahao im Norden des Landes war nach Windhoek gereist und tags darauf mit hohem Fieber, Übelkeit und Schmerzen im ganzen Körper ins Krankenhaus gebracht worden. Zwei Tage später starb er. Bluttests bestätigten den Verdacht auf Krim Kongo-Fieber. Offenbar war er in seinem Heimatdorf von einer Zecke gebissen worden.

Der Multi-Millionär Rodney Shaningua ist wegen Mordes an einem finnischen Staatsbürger schuldig gesprochen worden. Er habe die tödlichen Schüsse auf den Finnen Kristian Uolevi nicht aus Notwehr, sondern absichtlich abgegeben, erklärte Richter Christie Liebenberg laut Presseagentur NAMPA gestern im Obergericht. Im August 2015 hatte Shaningua vor einer Sport-Bar in Windhoek neun Schüsse auf den Finnen abgefeuert, nachdem dieser offenbar auf seinen Wagen aufgefahren war. Vor Gericht behauptete er, Uolevi habe ihn überfahren wollen, als er ausgestiegen war, um ihn zur Rede zu stellen.

Bei einem Angriff mutmaßlicher Dschihadisten auf einen UN-Stützpunkt in Timbuktu im Nordwesten Malis sind sechs Wachleute getötet worden. Die sechs Angreifer waren offenbar mit Granaten und Kalaschnikows bewaffnet - sie wurden bei einem Gegenangriff getötet. Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt - mehrere islamistische Gruppierungen brachten den Norden des Landes unter ihre Kontrolle. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff daraufhin vor vier Jahren militärisch ein. Sie wird inzwischen von der UN-Mission unterstützt.

Das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX hat eine Nachschublieferung für die Raumstation ISS auf den Weg gebracht. Eine Rakete startete gestern planmäßig in Florida - an Bord: knapp drei Tonnen Nachschub. Darunter auch ein Super-Computer der für eine eventuelle Mars-Mission getestet werden soll. Außerdem mit dabei: Material für Experimente zur Erforschung der Parkinson-Krankheit.

Die brachliegenden Schlachthöfe in Oshakati und Katima Mulilo werden mit Millionensummen aus Europa saniert. Das Landwirtschaftsministerium werde dafür 14 Millionen Namibia Dollar aus dem Europäischen Entwicklungsfonds verwenden, teilte Staatssekretär Percy Misika laut Presseagentur NAMPA gestern mit. Als Betreiber nannte er die Unternehmen Oshakati Elolo und Sambesi Meat Corporation. Die lokalen Farmer hätten seit der Schließung der Höfe kaum Möglichkeiten zum Verkauf ihres Viehs. Die Meat Corporation Namibias Meatco hatte die Pacht der Schlachthöfe wegen aufsummierter Defizite von 350 Millionen Dollar nicht erneuert und angekündigt, einen mobilen Schlachtdienst einzuführen.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok