Donnerstag 18. April 2019

15. Januar 2019 - Nachrichten am Morgen

Die namibische Armee NDF ist mit einem dreisten Versuch der Landnahme bei Rehoboth gescheitert. Laut Namibian ordnete das Obergericht in Windhoek gestern an, die NDF müsse das Gelände des Schützenvereins von Rehoboth mit sofortiger Wirkung räumen. Damit folgte es einer kurz zuvor erzielten außergerichtlichen Einigung der beiden Parteien. Vertreter der NDF hatten die Schießanlage des Rehoboth Shooting Club rund sieben Kilometer südlich des Ortes an der Straße C24 im Dezember in Besitz genommen. Das Vorhängeschloss sei aufgebrochen und durch ein anderes Schloss ersetzt worden. Auch habe die NDF das Schild des Clubs entfernt und durch ein Warnschild ersetzt, das das Gelände als militärisches Areal bezeichnete. Wer die Aktion angeordnet hatte, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Die Polizei der Region Erongo macht sich Sorgen über eine Häufung von Raubüberfällen in Omaruru und Umgebung. Laut Allgemeiner Zeitung haben in der Nacht von Samstag auf Sonntag vier maskierte Männer in der Kleinsiedlung Okakambo einen Kilometer außerhalb des Ortes einen 48-jährigen Südafrikaner in dessen Wohnung überfallen und um Gegenstände im Wert von 55.000 Namibia Dollar beraubt. In derselben Nacht erbeuteten Unbekannte auf der Omaruru Game Lodge von einem Schweizer Staatsbürger Dinge im Gesamtwert von über 400.000 Dollar. Am Donnerstag wurde eine 75-Jährige in ihrer Wohnung Omaruru überfallen und um Schmuck und Bargeld im Wert von 200.000 Dollar erleichtert. Bereits am Dienstag hatte ein 19-Jähriger eine 60-jährige Chinesin in ihrem Laden vergewaltigt und Wertsachen gestohlen. Nur in diesem Fall konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter fassen.

Die Strompanne in der Wohnsiedlung Elisenheim im Norden von Windhoek hat für die Bewohner offenbar hohen Schaden verursacht. Laut Allgemeiner Zeitung gab es am vergangenen Donnerstag beim Wiederherstellen der Stromversorgung nach dreitägigem Totalausfall eine längere Phase von Spannungsschwankungen. Dadurch seien Kühlschränke, Kaffeemaschinen und andere Geräte irreparabel beschädigt worden. Stadtverwaltung und Entwicklungsgesellschaft der Wohnsiedlung würden sich gegenseitig die Schuld zuschieben. Ursache des Stromausfalls war laut Stadt ein schadhaftes Versorgungskabel, in dessen Isolierung an mehreren Stellen Wasser eingedrungen sei. Elisenheim zählt rund 1.500 Einwohner.

Die Regierung blockiert geplante Ausgaben der Stadt Windhoek in dreistelliger Millionenhöhe. Laut Namibian hat der Minister für städtische Entwicklung, Peya Mushelenga, den bei ihm eingereichten Haushalt der Stadt nur in eingeschränktem Maß gutgeheißen. Die geplanten 632 Millionen Namibia Dollar an Kapitalausgaben habe er auf 83 Millionen Dollar zusammengestrichen. Die Stadtverwaltung habe nicht hinreichend dargelegt, wie sie die Haushaltslücke von 1,5 Milliarden Dollar zu stopfen gedenke. Die Ausgaben waren für den Ausbau des Stromnetzes, die Erschließung von Grundstücken, für Fahrzeuge und andere Anschaffungen vorgesehen. Das Budget der Stadt beträgt laut Namibian insgesamt 5,5 Milliarden Dollar.

Passagiere müssen sich heute auf massive Probleme einstellen. Verdi hat das Sicherheitspersonal an acht deutschen Flughäfen zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen sind neben dem wichtigen Drehkreuz Frankfurt am Main u.a. Hamburg, München und Leipzig/Halle. Die Gewerkschaft fordert für das Sicherheitspersonal einen bundesweiten Stundenlohn von 20 Euro. Die Arbeitgeber lehnen das als unbezahlbar ab.


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