Montag 17. Dezember 2018

15. Mai 2018 - Nachrichten am Morgen

Das geplante Kongresszentrum "Desert Rose" südlich von Swakopmund wird trotz Kritik von Umweltschützern gebaut. Das habe der Gouverneur der Region Erongo, Cleophas Mutjavikua, auf Nachfrage bekräftigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Es gehe lediglich noch um die Frage des Standortes. Bislang war der Küstenstreifen zwischen Langstrand und einem Punkt südlich der Vierkantklippe vorgesehen. Er gilt als wichtiges Brutgebiet der bedrohten Damara-Seeschwalbe, ist abgesperrt und steht durch seine Lage im Dorob-Nationalpark unter Schutz. Das Kongresszentrum soll laut Mutjavikua acht Milliarden Namibia Dollar kosten und von der Regierung finanziert werden.

Das sogenannte Teko-Trio steht wegen mutmaßlicher Bereicherung in Millionenhöhe erneut vor Gericht. Laut Allgemeiner Zeitung begann gestern die Wiederholung des vor fünf Jahren begonnenen Verfahrens. Alle Zeugen müssen erneut vernommen werden, nachdem der Richter für befangen erklärt und ausgetauscht wurde. Zwei Namibiern und einem Chinesen wird vorgeworfen, sich bei Vermittlung des Kaufs von 26 Scannern für Fluggepäck im Jahr 2009 um 42 Millionen Namibia Dollar bereichert zu haben.

Die namibische Polizei NAMPOL ermittelt gegen zwei Beamte, die in angeblicher Überreaktion einen bekannten Kriminellen erschossen haben. Laut Namibian hatten die Polizisten den Mann am Sonntagabend an einer Bar in Wanaheda in Katutura festnehmen wollen. Er habe sich jedoch geweigert und ein Messer gezogen, so ein Augenzeuge. Daraufhin hätten die Beamten vier Schüsse auf ihn abgegeben. Der Mann war der Polizei offenbar wegen wiederholter Straftaten bekannt. Laut Namibian hatten die Beamten Anhaltspunkte, dass er am Sonntagmorgen an einem Überfall auf Touristen in Klein Windhoek beteiligt war.

China hilft Namibia in seinem Kampf gegen die Wilderei auch auf praktische Weise. Die chinesische Regierung spende dem Umweltministerium 30 Allradwagen und Campingausrüstung für Einsätze gegen Wilderer, meldet die Presseagentur NAMPA. Dies habe Parlamentspräsident Peter Katjavivi gestern im Vorfeld des Besuches seines chinesischen Amtskollegen Li Zhanshu mitgeteilt. Li landet morgen im Rahmen seiner ersten Afrika-Reise in Windhoek. Er wird begleitet von Augenspezialisten, die in Windhoek und Oshakati Patienten mit grauem Star behandeln sollen.

Bei den gestrigen Massenprotesten gegen die neue US-Botschaft in Jerusalem sind an der Grenze zum Gazastreifen 58 Palästinenser von israelischen Soldaten erschossen - und mindestens 2.700 verletzt worden. In New York berät heute der UN-Sicherheisrat über die Vorfälle. Sönke Röhling - und vorab spaltet sich die internationale Gemeinschaft in zwei Lager.

Weltweit wird in vielen Krisengebieten der Schutz von Kindern ignoriert. Laut Kinderhilfswerk Unicef gingen in den ersten vier Monaten des Jahres Angriffe auf Kinder unvermindert weiter. Allein im Jemen wurden 220 Kinder getötet. Ebenfalls akut ist die Lage in Syrien und Afghanistan, sowie im Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik.


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