Sonntag 22. April 2018

16. April 2018 - Nachrichten am Morgen

Der deutsche Tourist, der im Kuiseb-Canyon von einem Leoparden schwer verletzt worden war, ist außer Lebensgefahr. Laut Allgemeiner Zeitung hat der 61-jährige Hardy Specker die siebenstündige Operation im Welwitschia-Privatkrankenhaus in Walvis gut überstanden. In der Nacht zum Donnerstag war Specker durch das Fenster seines Wohnmobils von einem Leoparden angegriffen worden. Indessen wird weiter über das ungewöhnliche Verhalten des sonst sehr scheuen Raubtiers spekuliert. Dem Tierarzt Diethardt Rodenwoldt von der AfriCat Foundation zufolge könnte das Tier von jemandem aufgezogen und später ausgesetzt worden sein. Das würde erklären, warum der Leopard keine Angst vor Menschen oder Fahrzeugen habe. Auch sei das Tier womöglich sehr hungrig gewesen oder mit Tollwut infiziert. Das Umweltministerium kündigte laut AZ an, den Fall zu untersuchen.

Angehörige von Personen, die beim Schwimmen in Gewässern von Krokodilen oder Flusspferden getötet werden, erhalten keine Entschädigung vom Staat. Das habe Umweltminister Pohamba Shifeta am Samstag klargestellt, meldet die Presseagentur NAMPA. Diese gefährliche Situation könne vermieden werden. Shifeta rief traditionelle Führer auf, die Bewohner betroffener Gebiete aufzuklären. Der Staat zahlt in Fällen, dass eine Person von einem wilden Tier getötet wird, 100.000 Namibia Dollar Entschädigung. Shifeta hielt sich am Samstag zur offiziellen Vorstellung der Maurus Nekaro Conservancy in der Region Kavango-West auf. Es ist die 83. kommunale Hegegemeinschaft.

Im Baugewerbe droht nach einer Welle von Entlassungen nun noch eine weitere Streichung von Jobs. Diese Sorge habe die Geschäftsführerin des Baugewerbe-Verbands CIF, Bärbel Kirchner, geäußert, berichtet die Allgemeine Zeitung. Aufgrund der Flaute im Bausektor seien bereits 47 Prozent der Arbeiter entlassen worden. Die Erhöhung der Mindestlöhne um 5,6 Prozent könne weitere Jobs kosten. Laut AZ hatte sich CIF mit der Gewerkschaft MANWU bereits im November 2016 auf die Erhöhung geeinigt. Sie trete nun in Kraft, nachdem sie vergangene Woche im Amtsblatt veröffentlicht worden sei. Der CIF wies seine Mitglieder darauf hin, dass die Erhöhung nur für bestimmte Löhne gelte und auch nur dann, wenn bisher lediglich der Mindestlohn oder weniger gezahlt wurde.

Namibia ehrt die verstorbene Winnie Madikizela-Mandela mit der Benennung einer Straße. Das habe Präsident Hage Geingob am Samstag während seiner Ansprache auf der Trauerfeier in Johannesburg erklärt, berichtet der Namibian. Um welche Straße es sich handelt, sagte er nicht; auch das Staatshaus gab bislang keine Auskunft. Geingob würdigte Winnie Mandela als standhafte Aktivistin im Kampf gegen die Apartheid und als Rückgrat ihrer Familie während der Zeit, als ihr damaliger Mann Nelson Mandela auf Robben Island inhaftiert war. Winnie Mandela war am Ostermontag im Alter von 81 Jahren nach langem Leiden an Diabetes in einem Krankenhaus in Johannesburg gestorben.

US-Präsident Trump hält an seinem geplanten Truppenabzug aus Syrien fest. Das erklärte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Die US-Regierung erwarte, dass die regionalen Verbündeten und Partner eine größere Verantwortung zur Sicherung der Region übernehmen - sowohl militärisch als auch finanziell. Zuvor hatte Frankreichs Präsident Macron erklärte, er habe Trump davon überzeugen können, US-Truppen in Syrien zu belassen.

Russlands Präsident Putin hat den Westen vor weiteren Luftangriffen in Syrien gewarnt. Dies würde unweigerlich Chaos in den internationalen Beziehungen verursachen, hieß es aus dem Kreml. Putin verurteilte die Raketenangriffe als Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen. Unterdessen haben die USA neue Sanktionen gegen Russland angekündigt. Die Strafmaßnahmen sollen russische Unternehmen treffen, die mit der syrischen Regierung Geschäfte machen.

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