Dienstag 25. Juni 2019

16. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Regierung will ihre Zuschüsse für Privatschulen reduzieren und nach Möglichkeit beenden. Das habe Bildungsministerin Katrina Hanse-Himarwa in einem Brief an die Direktoren ihres Ministeriums in den Regionen angekündigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Bis Ende Oktober müssten die Privatschulen in ihrem Antrag begründen, warum ihr Zuschuss nicht verringert oder gestrichen werden könne. Laut Bericht gibt es landesweit 137 Privatschulen. Der staatliche Zuschuss betrage zwischen 2.000 und 4.000 Namibia Dollar pro Schüler pro Jahr. Die DHPS in Windhoek ist der AZ zufolge nicht betroffen, weil sie seit 2016 bereits keine Zuschüsse mehr bekommt. Dasselbe gelte für die Privatschule Swakopmund, die noch nie staatliche Gelder erhalten habe.

Im Mordprozess gegen den Farmer Kai Rust hat ein Zeuge den Angeklagten entlastet. Laut Allgemeiner Zeitung sagte der Gerichtsmediziner Sam Kalipus gestern aus, der von Rust erschossene Wilderer sei wohl von einem Querschläger getroffen worden. Darauf würden zwei längliche Wundkanäle hindeuten. Kalipus stützte sich dabei auf den Obduktionsbericht. Dieser erklärt die Wundkanäle mit Splittern einer Kugel, die möglicherweise an einem Felsen abgeprallt war. Rust wird vorgeworfen, den Wilderer Ende Januar 2016 auf der Farm Otukaru bei Okahandja ermordet zu haben. Er selbst beteuert, er habe nur auf die Hunde der Wilderer geschossen und das Opfer nicht gesehen.

In Nordosten Nigerias haben drei Selbstmordattentäterinnen zahlreiche Menschen mit in den Tod gerissen. Eine Frau sprengte sich vor einem Markt in die Luft, die anderen vor dem Eingang zu einem Flüchtlingslager. Vertreter von Bürgerwehren sprechen von knapp 30 Todesopfern. Die Anschläge passierten in der Stadt Mandarari. In der Region hat die Islamistengruppe Boko Haram zuletzt wieder verstärkt Angriffe verübt

Die First Lady Simbabwes, Grace Mugabe, soll im südafrikanischen Johannesburg in einem Hotel ein Model mit einer Verlängerungsschnur blutig geschlagen haben - ist aber nach der Klage der 20-jährigen nicht bei der Polizei erschienen. Die Polizei weiß nicht, wo sich die 52-Jährige aufhält - laut der südafrikanischen Oppositionspartei Demokratische Allianz gelang es ihr, nach Simbabwe zurückzukehren. Mugabe soll dem Model vorgeworfen haben, mit ihren beiden etwas älteren Söhnen, die in Johannesburg leben, ausgegangen zu sein und mit ihnen gefeiert zu haben.

Das Finanzkomitee des Kabinetts will heute über das Schicksal des maroden staatlichen Straßenbau-Unternehmens RCC entscheiden. Laut Namibian geht es in der Sitzung auch um die finanzielle Lage anderer Staatsbetriebe sowie um den mittelfristigen Finanzplan von TransNamib in Höhe von 19 Milliarden Namibia Dollar. - Die Entscheidung über die Zukunft von RCC wird bereits seit Wochen erwartet. Offenbar sind 300 Millionen Namibia Dollar nötig, um den Betrieb zu retten. Ende Juli berichtete der Namibian, das Finanzkomitee des Kabinetts habe mehrheitlich dafür gestimmt, den Betrieb zu schließen und durch eine neue Institution zu ersetzen. Die rund 400 Mitarbeiter werde man mehr oder weniger übernehmen. Die RCC kann seit Juli keine Gehälter zahlen.

Namibia hat einen weiteren Schritt getan, seine Stromversorgung mehr auf erneuerbare Energiequellen auszurichten. Laut Presseagentur NAMPA wurde in Rosh Pinah eine Solaranlage fertiggestellt, die 5 Megawatt Strom erzeugt. Demnach ist sie bereits am Netz und soll im kommenden Monat offiziell eingeweiht werden. Die Anlage wurde durch eine namibisch-spanische Firma errichtet und hat 124 Millionen Namibia Dollar gekostet. Sie ist eines von 14 Projekten des Energieministeriums zur Stromerzeugung durch erneuerbare Energien.


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