Samstag 20. Oktober 2018

16. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Die Absetzung des Vizeministers für Bodenreform, Bernadus Swartbooi, schlägt Wellen. Laut Zeitung New Era streitet Swartbooi ab, seinen Rücktritt angeboten zu haben. Dies sei eine falsche Darstellung von Präsident Hage Geingob. Zugleich warf er Geingob Führungsschwäche vor. Der Presseagentur NAMPA zufolge will sich das Völkermord-Komitee der Nama heute Vormittag mit einem Marsch zum Staatshaus und einer Petition hinter Swartbooi stellen. In seinem Heimatort Keetmanshoop haben Bürger dem Regionalgouvernement ebenfalls eine Protestnote überreicht. - Swartbooi hatte Bodenreform-Minister Utoni Nujoma öffentlich vorgeworfen, Farmland im Süden Namibias an Neufarmer aus anderen Regionen zu verteilen und die Nama, denen das Land einst genommen worden sei, beiseite zu schieben.

 

Die Regierung Namibias wird ineffiziente Staatsbetriebe künftig nicht mehr mit hohen Subventionen retten. Das habe der Minister für öffentliche Unternehmen, Leon Jooste, gestern erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Zugleich kündigte er an, Staatsbetriebe im Zuge eines fünfjährigen Projekts zu effizienten Unternehmen zu machen. Man habe bereits einen Entwicklungsplan mit grundlegenden Maßnahmen entworfen und wolle im kommenden Jahr damit starten. Zu den bisher bezuschussten Staatsbetrieben gehören Air Namibia und TransNamib.

Der wegen Betrugsverdachtes verhaftete Staatsanwalt Ivan Tjizu wird Weihnachten in Untersuchungshaft verbringen müssen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, lehnte das Magistratsgericht Windhoek seinen Antrag auf Kaution ab. Tjizu war vor zwei Wochen von der Anti-Korruptions-Kommission ACC verhaftet worden. Er soll das Magistratsgericht zur Zahlung von Aufwandsentschädigungen für die Anreise von Zeugen veranlasst haben, die es nicht gab. Laut ACC hat sich Tjizu das Geld mit den fingierten Zeugen geteilt. Die Summe wird auf 280.000 Namibia Dollar geschätzt.

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Abend mit der Lage in Aleppo. Die Sitzung wurde von Frankreich beantragt. Paris will internationale Beobachter in die syrische Stadt schicken, um den Abtransport von Zivilisten und humanitäre Hilfslieferungen überwachen. Dass es einen Beschluss geben wird, ist allerdings unwahrscheinlich, weil das Assad-Regime von Russland unterstützt wird und Moskau mit seinem Veto Entscheidungen im Sicherheitsrat blockieren kann.

Nach heftiger Kritik will Facebook jetzt stärker gegen erfundene Nachrichten vorgehen. Wie das Online-Netzwerk mitteilte, soll es einfacher werden, sogenannte Fake-News zu melden. Außerdem will Facebook mit externen Spezialisten zusammenarbeiten, um Informationen schneller zu überprüfen. Im amerikanischen Wahlkampf hatten sich vor allem Fake-Nachrichten zu Gunsten des künftigen Präsidenten Trump verbreitet. Kritiker behaupten, das habe Einfluss auf das Wahlergebnis gehabt.

Bei Kongola in der Region Sambesi sind drei Namibier und drei Sambier wegen der Wilderei von Büffeln verhaftet worden. Laut Presseagentur Nampa handelt es sich bei den Namibiern um Staatsbedienstete: einen Mitarbeiter des Hospitals in Katima Mulilo, einen Lehrer an einer Schule in Ondangwa und einen Angestellten des Rastlagers von Namibia Wildlife Resorts NWRam Waterberg. Die Polizei beschlagnahmte ein Gewehr mit Zielfernrohr und Schalldämpfer sowie einen Pick-Up des Hospitals von Katima Mulilo, auf dessen Ladefläche sich drei Büffel-Kadaver befanden.


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