Donnerstag 20. September 2018

16. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Europa sollte Namibia beim umstrittenen Gesetzvorhaben NEEEF zur Förderung historisch benachteiligter Namibier in der Wirtschaft nicht zur Eile drängen. Das habe Präsident Hage Geingob gestern während eines Höflichkeitsbesuchs von Botschaftern europäischer Länder im Staatshaus angemahnt, meldet die Presseagentur NAMPA. Man hätte das Gesetz bereits verabschieden können, doch die EU hätte es in der Form sicher nicht begrüßt. Man sei noch dabei, mit den treibenden Kräften zu sprechen und sie über Sachverhalte aufzuklären. Zugleich betonte Geingob, dass die Kluft zwischen Arm und Reich ein erstes Problem sei, das gelöst werden müsse. Er reagierte auf Mahnungen der EU und Deutschlands, so rasch wie möglich klare Verhältnisse zu schaffen, weil Unternehmen und Investoren durch die Diskussion über NEEEF verunsichert und abgeschreckt werden.

Der Machtwechsel in Südafrika dürfte sich auf Namibia und die gesamte Region des südlichen Afrika positiv auswirken. Das erklärten Politik- und Wirtschafts-Experten gegenüber der Nachrichtenagentur NAMPA. Der südafrikanische Rand sei bereits stärker geworden, sagte Analyst Omu Kakujaha-Matundu. Dies bedeute, dass das Vertrauen von Investoren in die Wirtschaft des Landes gestiegen sei, was hoffentlich zu einem Wachstum der Wirtschaft führe. Namibia dürfte aufgrund der wirtschaftlichen Verflechtung mit dem Nachbarland davon profitieren. Nach dem Rücktritt Jacob Zuma am Mittwoch kurz vor Mitternacht war sein Nachfolger Cyril Ramaphosa gestern vereidigt worden.

Auch nach dem Blutbad mit 17 Toten an einer Schule in Florida ist eine Verschärfung der amerikanischen Waffengesetze nicht in Sicht. US-Präsident Trump sprach den Angehörigen sein Beileid aus und kündigte einen Besuch an der betroffenen Highschool an. Außerdem erklärte er, die Sicherheit an Schulen verbessern zu wollen - ohne konkrete Maßnahmen zu nennen oder auf das aus Sicht vieler Kritiker viel zu laxe Waffenrecht einzugehen.

Das Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland bleibt angespannt - auch ein Treffen von Kanzlerin Merkel mit dem Ministerpräsidenten Yildirim in Berlin hat kaum Annäherung gebracht. Ein Knackpunkt ist die nun schon seit über einem Jahr andauernde Inhaftierung des Zeitungs-Korrespondenten Denniz Yücel.

Wer sich im Auto als Mitfahrer nicht anschnallt, muss mit 1000 Namibia Dollar Buße rechnen. Davor habe die Windhoek City Police gestern gewarnt, meldet die Presseagentur NAMPA. Für nicht angeschnallte Kinder unter 14 Jahren betrage die Buße 500 Dollar. Die Strafgebühren seien schon länger in Kraft, würden aber jetzt verstärkt eingefordert. Anlass war die Vorstellung einer Studie, der zufolge 88 Prozent der Mitfahrer auf der Rückbank keinen Gurt anlegen. Insgesamt sieht das Ergebnis der Untersuchung etwas besser aus: Immerhin 72 Prozent der Insassen in den kontrollierten Autos waren angeschnallt.

Die Polizei im Norden Namibias kann Verbrecher künftig auch per Hubschrauber verfolgen. Laut Presseagentur NAMPA nahm der NAMPOL-Chef der Region Oshana, Rauha Amwele, gestern in Oshakati offiziell einen Helikopter in Empfang. Er warnte Kriminelle, die Polizei sei nun "on top of them", so dass sie sich lieber gleichstellen sollten. Der 30 Millionen Namibia Dollar teure Hubschrauber soll in Fällen von Raub und Autodiebstahl zum Einsatz kommen, aber auch in abgelegenen Gebieten bei der Suche nach Vermissten helfen. Das Einsatzgebiet reicht von der Kunene Region im Westen bis zur Sambesi-Region im Osten.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok