Dienstag 16. Oktober 2018

16. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Simbabwer, die in Namibia leben, sollten in ihr Heimatland zurückkehren und die Wirtschaft wiederaufrichten. Dazu habe Präsident Emmerson Mnangagwa gestern auf einem Geschäftsforum in Windhoek aufgerufen, meldet die Presseagentur NAMPA. Simbabwe sei im Wandel und biete Unternehmern viele Möglichkeiten, erklärte er vor rund 300 simbabwischen Geschäftsleuten. Zugleich versicherte Mnangagwa, man werde das Erbe von Ex-Präsident Robert Mugabe bewahren. Zuvor war der 75-Jährige von Präsident Hage Geingob empfangen worden. Im Anschluss an das Treffen riet er Namibia, sich in der Landfrage ein Beispiel an Simbabwe zu nehmen. Man habe dort nicht nach anderswo gesammelten Erfahrungen gesucht, sondern sich das Land einfach zurückgenommen. Mnangagwa kehrte noch gestern nach Simbabwe zurück.

Das neue Online-System des Hilfsfonds für Studenten NSFAF zur Beantragung von Darlehen via Website hat einen herben Rückschlag erlitten. Wie der Namibian berichtet, wird der ausgestellte Brief zur Bestätigung des Antrages von hiesigen Hochschulen nicht akzeptiert. Demnach bestehen die Universität Namibias UNAM, die technische Universität NUST und die International University of Management IUM auf einer Bestätigung des Darlehens, bevor sie Studenten registrieren. Der NSFAF hatte vergangene Woche das neue Online-System zur Beantragung von Darlehen vorgestellt. Es soll die Bearbeitung beschleunigen und den nötigen Arbeitsaufwand reduzieren.

Das Segelflug-Zentrum Bitterwasser bei Hoachanas im südöstlichen Zentrum Namibias sieht seine Zukunft durch das Gesetz der Bodenreform in Frage gestellt. Aktien der Eigentümer-Gesellschaft können laut Allgemeiner Zeitung von jüngeren Interessenten nicht erworben werden, weil dem Gesetz zufolge vor einem Transfer von Anteilen die gesamte Farm dem Staat zum Kauf angeboten werden müsse. Bei den Aktionären handelt es sich demnach zum größten Teil um ausländische Segelflieger. Der Betriebsleiter von Lodge und Flugzentrum auf Bitterwasser, Rainer Hog, klagte gegenüber der AZ zudem über eine zu kurze Segelflug-Saison. Im Gegensatz zu anderen Ländern sei das Segelfliegen durch die Zivilluftfahrt-Verordnung in Namibia aus nicht ersichtlichem Grund auf die drei Monate November, Dezember und Januar beschränkt.

Am Hauptsitz des Namibian College for Open Learning NAMCOL in Windhoek haben sich gestern tumultartige Szenen abgespielt. Rund 500 Schüler der Klassen 10 und 12 hätten sich für eine Wiederholung der Prüfungen registrieren wollen, meldet die Presseagentur NAMPA. Als viele gewaltsam in das Gebäude vordringen wollten, hätten Wachleute mit Pfefferspray für Ordnung sorgen müssen. Die Registrierung fand bislang in zwölf NAMCOL-Filialen in Windhoek statt, wurde in diesem Jahr jedoch auf den Hauptsitz beschränkt. Wer bei den Prüfungen im November durchgefallen ist, darf sich bis Anfang Februar für eine Wiederholung registrieren.

Im US-Bundestaat Kalifornien ermittelt die Polizei gegen ein Ehepaar wegen Kindesgefährdung und Folter. Ein 57-jähriger und seine 49-jährige Frau sollen ihre 13 Kinder im Haus gewaltsam festgehalten haben. Eines konnte sich befreien und die Polizei verständigen. In dem Haus südöstlich von L.A. fanden die Beamten Mädchen und Jungen vor, die teilweise an ihren Betten festgekettet waren. Aufgrund ihrer Unterernährung schätzte die Polizei die Opfer zunächst alle als minderjährig ein. Später stellte sich heraus, dass das älteste bereits 29 Jahre alt war.

Zum Auftakt seiner Lateinamerika-Reise ist Papst Franziskus in Chile eingetroffen. Am Flughafen in Santiago de Chile wurde er von der scheidenden Präsidentin Bachelet empfangen. Heute feiert Franziskus eine Messe. Während der Reise erwarten den Papst heikle Themen: In Chile sieht sich die Kirche mit Skandalen um sexuellen Missbrauch konfrontiert. Franziskus muss daher mit Protesten rechnen. Übermorgen wird das Kirchenoberhaupt in Peru erwartet.


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