Dienstag 13. November 2018

16. Juni 2017 - Nachrichten am Mittag

In Venezuela sind bei Demonstrationen für den Rücktritt von Präsident Maduro erneut zwei Männer getötet worden. In einem Fall sollen bewaffnete Regierungsmilizen wahllos das Feuer auf eine Gruppe von Studenten eröffnet haben - ein 20-Jähriger wurde in die Brust getroffen. Damit sind seit Beginn der Proteste und Straßenschlachten im April nun schon 72 Tote zu beklagen. Die konservativen und rechtsgerichteten Regierungsgegner kämpfen für Maduros Amtsenthebung und vorgezogene Wahlen. Sie machen den Staatschef für die schwere Wirtschaftskrise in dem südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Die Registrierung von Geburten in einem zeitlich angemessenen Rahmen geht nur schleppend voran. Wie das Innenministerium mitteilte, wurden nur etwa 3100 der fast 14.000 Geburten im vergangenen Jahr innerhalb einer eigentlich gesetzten Frist angemeldet. Neben weiten Entfernungen zu Registrationsbüros des Innenministeriums, seien vor allem auch kulturelle Namensgebungsprozesse sowie die häufige Abwesenheit des Vaters Schuld an diesem Problem. Insbesondere in der Region Kavango-Ost sei eine späte Registrierung von Geburten zu sehen. – Ohne Geburtsurkunde und später Personalausweis würden diesen Einwohnern viele staatliche Leistungen, darunter Sozialhilfe und das Wahlrecht verwehrt bleiben.

US-Präsident Trump hat den gegen ihn erhobenen Verdacht der Justizbehinderung scharf zurückgewiesen. Auf Twitter bezeichnete er die jüngste Entwicklung erneut als Hexenjagd - einiger sehr schlechter Menschen. Sie hätten zuerst eine falsche Geschichte über die Zusammenarbeit mit den Russen erfunden - und jetzt würden sie genauso eine falsche Geschichte über die Behinderung der Justiz untersuchen. Die "Washington Post" hatte gestern berichtet, dass der Sonderermittler zur Russland-Affäre Mueller gegen Trump persönlich ermittle. Der Vorwurf der Justizbehinderung war aufgekommen, als Trump den FBI-Direktor Comey feuerte.

In Ondangwa findet am Nachmittag die Trauerfeier für den verstorbenen Freiheitskämpfer Andimba Toivo ya Toivo statt. Die sterblichen Überreste wurden gestern mit einem Militärflieger dorthin gebracht. Mehr als 400 Menschen empfingen Ya Toivo, der von Staatspräsident Hage Geingob Anfang der Woche zu einem „nationalen Helden“ ernannt wurde. Verschiedene Minister werden bei der Trauerfeier anwesend sein. - Ya Toivo starb vor einer Woche im Alter von 92 Jahren in Windhoek. Das offizielle Staatsbegräbnis auf dem Heldenacker im Süden von Windhoek findet am 24. Juni statt.


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