Samstag 21. Oktober 2017

16. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Einreisebehörde Namibias geht weiterhin gegen illegal im Land arbeitende Ausländer vor. Laut Namibian wurde der Geschäftsführer des Schlachtbetriebes Brukkaros Meat Processors in Keetmanshoop wegen einer fehlenden Arbeitsgenehmigung festgenommen. Der 48-jährige Johan Bester sei am Dienstag im Magistratsgericht des Ortes erschienen und gegen 5000 Namibia Dollar Kaution freigelassen worden. - Die Einreisebehörde war laut Namibian auch gegen Simbabwer vorgegangen, die bei der SME-Bank in Windhoek gearbeitet hatten.

Das Büro des Präsidenten hat in einer Pressemitteilung offenbar falsche Zahlen zu Gehältern von Chefs einiger Staatsbetriebe genannt. Wie der Namibian berichtet, verdient der Geschäftsführer des Auto-Unfall-Fonds MVA nicht 2,4 Millionen Namibia Dollar im Jahr, sondern nur 900.000. Die derzeitige MVA-Chefin Rosalia Martins-Hausiku habe die Zahl auf Facebook scherzhaft als willkommene Prophezeihung kommentiert. Beim Electricity Control Board erhält der Geschäftsführer laut Namibian nur 1,9 statt 2,6 Millionen Dollar, während NamPower 3,4 Millionen statt der genannten 2,3 Millionen Dollar zahle. - Das Präsidial-Büro hatte mit den Zahlen zeigen wollen, dass die Bezüge des Präsidenten Namibias von 1,7 Millionen Dollar im Jahr keineswegs überhöht sind, wie in Medienberichten dargelegt.

Gut viereinhalb Jahre nach dem tödlichen Polizeieinsatz gegen streikende Bergarbeiter in Marikana hat die südafrikanische Regierung Entschädigungszahlungen in Höhe von umgerechnet 72 Millionen Euro angekündigt. Mit der Summe sollen die Ansprüche von Hinterbliebenen sowie verletzten Arbeitern und zu Unrecht Festgenommenen abgedeckt werden, hieß es. Im August 2012 hatten Polizisten vor der Platinmine von Marikana nordwestlich von Johannesburg 34 streikende Bergleute erschossen. Es war der tödlichste Polizeieinsatz seit dem Ende der Apartheid 1994.

Bei der Parlamentswahl in den Niederlanden haben die Rechtspopulisten einen Dämpfer bekommen. Zwar konnten Geert Wilders und seine Anhänger Parlamentssitze dazu gewinnen, gegen die liberale Partei von Ministerpräsident Mark Rutte konnten sie sich aber nicht durchsetzen. Schwere Verluste mussten die niederländischen Sozialdemokraten hinnehmen, die bislang Koalitionspartner der Regierungspartei waren. Die Wahlbeteiligung war mit über 80 Prozent sehr hoch.

Mit Hilfe aus Spanien könnte im Norden Namibias Spargel für den Export angebaut werden. Das habe die spanische Botschafterin Concepción Figuerola während eines Höflichkeitsbesuchs bei Präsident Hage Geingob gestern in Aussicht gestellt, meldet die Presseagentur NAMPA. Eine Firma ihres Landes plane, in der Region Omusati einen Betrieb zu gründen. Sie wolle Farmer der Region in der Spargelzucht ausbilden und die Ernte exportieren. Als weitere Projekte spanischer Unternehmen in Namibia nannte Figuerola die Errichtung von Solaranlagen in Mariental und Rosh Pinah. Zudem wies sie darauf hin, dass Spanien seit der Unabhängigkeit Namibias Entwicklungshilfe in Höhe von rund 1,3 Milliarden Namibia Dollar geleistet habe.

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