Mittwoch 22. November 2017

15. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Noch am selben Tag des Raubüberfalls auf einen Geldtransport in Windhoek hat die Polizei sechs Verdächtige verhaftet. Es handle sich um fünf Männer und eine Frau, teilte NamPol laut Presseagentur NAMPA gestern mit. Vier stammten aus Südafrika und zwei aus Simbabwe. Man habe zwei Verdächtige in Windhoek und vier auf dem Weg nach Rehoboth gefasst. Sie erscheinen heute vor dem Haftrichter. Am Montagvormittag waren im Stadtteil Pionierspark Extension 1 vor einem Supermarkt zwei Sicherheitsleute überfallen und fast 490.000 Namibia Dollar erbeutet worden. Laut Polizei wurden 336.000 Namibia Dollar, 6.500 US-Dollar und drei Fluchtfahrzeuge beschlagnahmt.

Die regierende SWAPO sammelt Geld für ihren Parteikongress kommende Woche in Windhoek. Laut Namibian wurden Unternehmen, Privatpersonen und Mitarbeiter von Staatsbetrieben um Spenden gebeten. Das SWAPO-eigene Unternehmen Kalahari Holdings, dass derartige Veranstaltungen in der Vergangenheit finanziert habe, sei offenbar wegen Missmanagement pleite. Dem Bericht zufolge dürfte der Kongress etwas mehr kosten als der letzte im Jahr 2012. Damals habe das Budget sieben Millionen Namibia Dollar betragen. Statt 600 Teilnehmern damals erwarte man diesmal jedoch 700 Delegierte. Der SWAPO-Kongress mit den Wahlen einer neuen Parteiführung beginnt am Freitag kommender Woche.

In den USA sind bei einer erneuten Schießerei mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Medienberichten zufolge ist auch der mutmaßliche Täter unter den Toten, offenbar wurde er von Polizisten erschossen. Ersten Erkenntnissen nach begann die Schießerei in einer Wohnung im Norden Kaliforniens und ging dann in einer Schule weiter. Die Hintergründe sind noch unklar. Zuletzt waren bei zwei Schusswaffenangriffen in Texas und in Las Vegas mehr als 80 Menschen getötet worden.

In Russland stimmt das Parlament heute über eine Verschärfung des Mediengesetzes ab. Damit könnte jedes aus dem Ausland finanzierte Medium als ausländischer Agent eingestuft werden - eine Reaktion auf ein ähnliches Vorgehen der USA.

Das Massensterben unter Flusspferden im Bwabwata-Nationalpark im Nordosten Namibias dauert an. Wie das Umweltministerium gegenüber der Presseagentur NAMPA mitteilte, werden im Schnitt etwa zwei tote Tiere am Tag gefunden. Man habe an einer Stelle des Flusses noch nicht alle Kadaver bergen können, so dass sich der Milzbrand weiter ausbreite. Bis Sonntag waren laut Ministerium 142 tote Flusspferde und 20 Büffel beseitigt worden. Der Hauptteil des Flusses sei frei vom Anthrax-Erreger. Man könne den Park daher ohne Risiko besuchen.

Die führende Oppositionspartei PDM, ehemals DTA, reagiert gelassen auf den Wechsel ihres Ex-Parteichefs Katuutire  Kaura zur SWAPO. Er sei kein Verlust für die Partei, sagte PDM-Vize-Präsident Kazeongore Tjeundo in einem Interview der Presseagentur NAMPA. Seit Kaura die Führung der Partei im Jahr 2013 an den jetzigen, jugendlichen Parteichef McHenry Venaani abgeben musste, habe er keinen Beitrag mehr zur Partei geleistet. - Kaura hatte bereits seit längerem Kontakt zur SWAPO. So war er für die kürzlich verstorbene Gouverneurin der Region Kunene als Berater tätig.

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