Donnerstag 25. April 2019

17. April 2019 - Nachrichten am Morgen

Präsident Hage Geingob wird heute seine Rede zur Lage der Nation halten. Das gab das Präsidentenbüro laut Allgemeiner Zeitung gestern bekannt. Beobachter erwarten, dass Geingob vor allem auf Fortschritte seines Harambee-Programms zur Verbesserung des Lebensstandards vor allem armer Bürger eingehen wird. Die Rede soll am frühen Nachmittag beginnen. In Windhoek dürften bereits gegen Mittag die Zufahrtstraßen zum Parlament bis hin zur Christuskirche abgesperrt werden.

In Keetmanshoop sind nach dem Verschwinden beschlagnahmter Drogen angeblich zwei Polizisten verhaftet worden. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf Insider. Die Polizei habe lediglich bestätigt, dass im Büro ihrer Drogenabteilung in Keetmanshoop aus dem Schließfach für konfiszierte Drogen 113 Mandrax-Tabletten mit einem Schwarzmarktwert von 13.300 Namibia Dollar verschwunden sind. Man sei dabei, den Fall zu untersuchen. 31 der Tabletten waren kurz zuvor im Wohngebiet Noordhoek und die übrigen Tabletten in Lüderitz beschlagnahmt worden.

Im Zentrum Nambias sollte es in spätestens 20 Jahren einen Hochgeschwindigkeitszug geben. Der Zug solle zwischen Okahandja, Windhoek und Rehoboth verkehren, sagte der SWAPO-Abgeordnete Jerry Ekandjo laut Presseagentur NAMPA gestern in der Nationalversammlung. Die Regierung sollte für dieses Projekt jedes Jahr 10 Millionen Namibia Dollar zur Seite legen. Innerhalb der kommenden fünf Jahre würden die Straßen zwischen den Orten überlastet sein. Mit einer Verbindung per Hochgeschwindigkeitszug könne man das Problem lösen, so Ekandjo. Die bestehende Bahnlinie dagegen erlaube eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde, die nicht ausreiche.

Im Fall des Doppelmordes am Namibia Institute of Mining and Technology NIMT geht die Polizei einem anonymen Drohbrief nach. Das berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf den Pressesprecher der Polizei der Region Erongo, Erastus Iikuyu. In dem Schreiben, das NIMT offenbar im Februar empfangen hat, wird NIMT-Direktor Eckhart Mueller vor Personen gewarnt, die angeblich zu ihm stehen, aber zugleich seinen Untergang planen würden. Mueller solle mit einem wachen Auge schlafen. Der Verfasser des Schreibens bezeichnete sich laut AZ als besorgter Kollege. Führende Mitarbeiter von NIMT, darunter auch Mueller, hatten sich vor wenigen Wochen in einer Petition gegen die Streichung von Geldern und eine von der Regierung aufgezwungene Beschäftigungspolitik gewandt. Mueller und sein Stellvertreter Heimo Hellwig waren am Montagmorgen am Eingang von NIMT aus nächster Nähe mit acht Schüssen getötet worden.


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