Dienstag 22. Mai 2018

17. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Bei der Brandberg White Lady Lodge haben offenbar zwei Löwen innerhalb von einer Nacht 172 Schafe gerissen. Das sei vorläufiges Ergebnis von Untersuchungen vor Ort, gab das Umweltschutzministerium gestern in einer Presseerklärung bekannt. Allerdings gelte die Gegend als natürlicher Lebensraum für Wild. Man sei daher schockiert, dass die Lodge dort Schafe halte. Zudem sind laut Ministerium bereits des Öfteren Löwen aus dem Ugab-Rivier in das Gebiet am Brandberg vorgedrungen. Die Lodge habe daher für sein Kleinvieh Kräle errichtet, die jedoch erhebliche Mängel aufgewiesen und daher die Attacke der Raubkatzen ermöglicht hätten. Aufgrund der Löwen in dem Gebiet finden zurzeit auch keine geführten Touren zur Felsmalerei der Weißen Dame mehr statt.

Die Polizei Namibias NAMPOL wird auch in diesem Jahr keine neuen Beamten einstellen. Das habe Generalinspektor Sebastian Ndeitunga bestätigt, berichtet der Namibian. Grund seien fehlende Mittel. Bereits im vergangenen Jahr war die Rekrutierung neuer Kräfte aufgrund von Budget-Kürzungen eingefroren worden. Betroffen waren laut Namibian 4.500 Stellen. Ndeitunga zufolge muss sich die Polizei ein Beispiel nehmen an der Welwitschia-Pflanze, die auch ohne Wasser bis zu 100 Jahre überleben könne. NAMPOL-Sprecherin Kauna Shikwambi wies kurz zuvor Gerüchte über 1070 zu besetzende Stellen zurück, die auf sozialen Medien zirkulierten.

Ein Mitarbeiter der Standard Bank in Gobabis hat von Januar 2013 bis August 2015 rund 1,6 Millionen Namibia Dollar veruntreut. Das habe der 28-jährige Angeklagte in dem Prozess vor dem Obergericht in Windhoek gestern gestanden, berichtet die Allgemeine Zeitung. Durch Vortäuschung falscher Tatsachen und Manipulation des Bankprogramms sei es ihm mehrfach gelungen, Beträge auf sein Konto sowie die Konten von Verwandten und Bekannten zu überweisen. Dabei habe er Nutzerprofile und Passwörter von Kollegen genutzt. Laut AZ sprach ihn das Gericht daraufhin in 288 Fällen des Betrugs für schuldig und entzog ihm die Kaution. Heute werden die Strafanträge gestellt.

Einer der Anführer der Demokratiebewegung in Hongkong, Joshua Wong, ist zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt worden. Wong hatte die Räumung der Sitzblockade der sogenannten Regenschirm-Bewegung 2014 verhindert und muss dafür jetzt für drei Monate in Haft. Wong war bereits im August wegen eines anderen Vergehens im Zusammenhang mit den Protesten zu sechs Monaten Haft verurteilt, später aber unter Auflagen freigelassen worden. Der 21-Jährige war eines der prominentesten Gesichter der Regenschirm-Bewegung, die 2014 für politische Reformen kämpfte.

US-Präsident Trump ist nach Einschätzung seines Leibarztes gesund und in guter geistiger Verfassung. Trump habe alle Tests problemlos bestanden, so der Mediziner. Der Präsident leide lediglich an Übergewicht. Das Enthüllungsbuch "Fire and Fury" des Journalisten Wolff hatte zuletzt die Debatte über Trumps Gesundheitszustand angefacht. Darin beschreibt er ausführlich Trumps Vorliebe für Fastfood und zeichnet das Bild eines geistig instabilen Präsidenten.

Die Namibian Annual Music Awards NAMA melden eine Rekordbeteiligung. Man habe 978 Anmeldungen erhalten, gab NAMA-Vorsitzende Umbi Karuaihe-Upi  gestern laut Presseagentur NAMPA bekannt. Dies sei die höchste Zahl an Teilnehmern seit 2011. Allerdings habe man 282 Einschreibungen wieder annulliert, weil es sich um Doppelungen gehandelt habe oder nicht alle nötigen Anforderungen erfüllt worden seien. Karuaihe-Upi zufolge finden die NAMA am 28. April statt. Vier der neun Juroren sind aus Namibia, fünf kommen aus anderen Staaten Afrikas. Der Veranstaltungsort wird Ende Januar bekanntgegeben. Die NAMA sind der bedeutendste Musikwettbewerb Namibias.

 

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