Freitag 19. April 2019

17. Januar 2019 - Nachrichten am Morgen

In vielen staatlichen Krankenhäusern gibt es offenbar seit längerem keine Gesundheitspässe. Laut Namibian werden Patienten gebeten, Notizbücher mitzubringen, um ihre Gesundheitsdaten einzutragen. Wer dem nicht nachkomme, erhalte die Daten auf einem losen Zettel. Dies wurde dem Bericht zufolge auch von leitenden Mitarbeitern des Gesundheitsministeriums als Problem bezeichnet, weil diese Zettel bei Patienten oft verlorengehen würden. Im Falle von Behandlungen über einen längeren Zeitraum habe der Arzt dann ein lückenhaftes Bild. Der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Ben Nangombe, erklärte, dass im Dezember 100.000 Gesundheitspässe eingetroffen seien. Kliniken könnten sie beim Staatshospital Katutura bestellen und abholen.

Im Hafen von Walvis Bay sind erstmals vier Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig zu Gast gewesen. Laut Allgemeiner Zeitung handelt es sich um die gut 200 Meter lange Aida Aura, die fast 300 Meter lange Queen Elizabeth, die ebenso lange MS Musica und die gut 180 Meter lange Nautica. An Bord der vier Kreuzschiffe ist dem Bericht zufolge Platz für insgesamt 7.950 Passagiere. Die Hafenbehörde NamPort schätzt, dass rund 7.000 Passagiere den Ort besucht haben. Alles sei reibungslos verlaufen, auch weil man sich mit allen Interessenvertretern im Vorwege auf das Ereignis vorbereitet habe. Die Polizei sperrte einige Straßenbereiche ab, um Platz für Fußgänger zu schaffen. Gestern Nachmittag legten zwei der Schiffe wieder ab.

Zum umstrittenen Umschlag von Mangan-Erz im Hafen von Lüderitz werden nun die Einwohner informiert und angehört. Laut Allgemeiner Zeitung lädt das Umweltministerium für kommenden Montag zu einer öffentlichen Versammlung ein. Dabei gehe es um Gesundheitsrisiken, mögliche Auswirkungen von Mangan auf Süß- und Seewasser und Folgen für den Ort. Auch der Wortlaut einer Petition und mögliche Rechtsschritte gegen das illegale Abladen des Mangans stünden auf dem Programm. Zwei Unternehmen aus Südafrika wollen je 30.000 Tonnen Mangan-Erz im Monat über Lüderitz verschiffen. Eines davon hatte vor zwei Wochen ohne Genehmigung mit dem Abladen am Ortsrand begonnen. Nach Protesten wegen schwarzer Staubwolken wurde das Mangan in einer Halle im Hafen gelagert. Beim Abladen wurde es mit Wasser besprüht, um die Staubentwicklung einzudämmen.

Der Export von namibischem Salz nach Südafrika soll durch ein neues Verpackungs- und Vertriebszentrum einen weiteren Schub erhalten. Laut Allgemeiner Zeitung weihte Industrieminister Tjekero Tweya das Zentrum des Salzherstellers Cerebos Namibia nördlich von Windhoek am Dienstagabend ein. An der Finanzierung seien neben Cerebos auch das Unternehmen Ekango Salt Refiners in Walvis Bay, die Spedition Imperial Logistics und das staatliche Unternehmen TransNamib beteiligt. Das gewaschene Salz wird laut AZ seit Oktober per Bahn nach Windhoek gebracht und dort verpackt. TransNamib wolle die bisherige Menge von etwa 8.400 Tonnen im Jahr auf 60.000 Tonnen steigern.

In Simbabwe sind bei Protesten gegen eine Erhöhung der Benzinpreise mehrere Menschen ums Leben gekommen. Aus Angst vor weiteren Unruhen stellte die Regierung das Internet ab. Das Telekommunikationsunternehmen Exonet teilte mit, dass es von der Regierung gezwungen worden sei, den Internetdienst einzustellen.

Großbritanniens Premierministerin May hat die Vertrauensfrage im Parlament überstanden. Anschließend bekräftigte sie ihren Willen, das Land als Regierungschefin aus der EU zu führen. Die oppositionelle Labour-Partei forderte May unterdessen auf, die Option eines ungeregelten Brexits vom Tisch zu nehmen.


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