Dienstag 22. Mai 2018

17. November 2016 - Nachrichten am Morgen

An der Förderung historisch Benachteiligter in der Wirtschaft in Namibia muss sich auch die schwarze Elite beteiligen. Das habe die Vorsitzende der Kommission für die Reform und Entwicklung von Gesetzen, Yvonne Dausab, erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die Regierung habe bei ihrer NEEEF-Initiative nie die Absicht gehabt, die schwarze Elite auszuschließen, sagte sie auf einer Podiumsdiskussion, die vom nationalen Dienst des NBC-Hörfunks übertragen wurde. Dausab wiederholte ihre auf der Investment-Konferenz geäußerte Ankündigung, dass der umstrittene Gesetzentwurf zurzeit überarbeitet werde. Bislang hatte es geheißen, dass nur Unternehmen weißer Eigentümer 25 Prozent ihrer Anteile an Schwarze abgeben müssen. Zudem ist von einem Verkauf die Rede.

Das Massenwohnungsbau-Programm der Regierung ist auch durch Mittelsmänner behindert worden. Der Namibian berichtet über ein Projekt der National Housing Enterprise NHE, bei dem in Swakopmund 600 Häuser errichtet werden sollten. NHE habe den Auftrag für 173 Millionen Namibia Dollar 2013 an die Firma Ferusa der Brüder Nelson und Thobias Akwenye vergeben. Ferusa habe wiederum die chinesische Firma New Era Investment mit dem Bau der Wohnungen beauftragt. Die Bauarbeiten stehen laut Bericht seit mehr als einem Jahr still, weil die Akwenye-Brüder stets sehr spät gezahlt haben und noch immer einen Betrag von 13 Millionen Dollar schulden.

Seit Bestehen der Stadtpolizei ist die Kriminalität in Windhoek deutlich zurückgegangen. Das habe der Vize-Minister für städtische Entwicklung, Derek Klazen gestern auf einer Frühstücksversammlung anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Stadtpolizei erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Zugleich mahnte Klazen, dass die Bekämpfung der Kriminalität und die Sicherheit im Straßenverkehr nicht nur Aufgabe der City Police sei, sondern alle Bürger angehe. Der Chef der City Police, Abraham Kanime, verwies auf Pfeiler des Erfolgs, darunter die 125 in der Stadt installierten Überwachungskameras und die gute Zusammenarbeit mit Informanten und den Bürgern.

Die Stadt Windhoek erhält vom Chef des Diamanten-Konzerns Namdeb, Riaan Burger, einen Korb. Laut Namibian lehnte Burger das Angebot für den Posten des Geschäftsführers der Stadtverwaltung ab. Die angebotene Vergütung von insgesamt 2,7 Millionen Namibia Dollar im Jahr liege unter seinem bisherigen Gehalt bei Namdeb von 2,9 Millionen Dollar. Dem Bericht zufolge rückt damit nun der Chef von ErongoRED, Robert Kahimise nach, der auf Platz Zwei der Bewerberliste stehe. Die Position des Geschäftsführers ist bereits fast zwei Jahre lang unbesetzt.

Der scheidende US-Präsident Obama und Kanzlerin Merkel kommen heute noch einmal zu politischen Gesprächen im Kanzleramt zusammen. Obama war am Abend am Flughafen Tegel gelandet - es ist sein insgesamt sechster Besuch in Deutschland als Präsident. Morgen treffen er und Merkel sich dann noch mit den Staats- und Regierungschefs von Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien - dann dürfte es unter anderem um seinen Nachfolger Donald Trump gehen.

Die Zentralafrikanische Republik hofft auf eine milliardenschwere Finanzspritze. Knapp fünf Milliarden Euro werden zum Wiederaufbau und zur Stabilisierung benötigt, so der Präsident des Landes. In Brüssel berät die internationale Gemeinschaft bei einer Geberkonferenz heute über den Betrag. Zentralafrika war vor drei Jahren nach dem Sturz des damaligen Präsidenten im Chaos versunken. Trotz des Eingreifens französischer und UN-Soldaten, ist ein Großteil des Landes weiter unter der Kontrolle bewaffneter Gruppen.

 

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