Samstag 20. Juli 2019

18. April 2019 - Nachrichten am Morgen

Staatspräsident Hage Geingob hat in seiner „Rede zur Lage der Nation“ erneut insbesondere zum Zusammenhalt zwischen allen Namibiern, unabhängig von Hautfarbe oder Volkszugehörigkeit, aufgerufen. Nur so könne sich das Land auch in Zukunft zum Wohle aller Einwohner entwickeln. Geingob sagte, dass die schwächelnde Wirtschaft auch weiterhin die Möglichkeiten des Staates einschränken würden. Man versuche dennoch mit allen Mitteln zum Wohle der Menschen zu arbeiten. Namibia sei in vielen Bereichen, nicht nur in Afrika, weiterhin ein Vorreiter. Hierbei nannte Geingob vor allem die Regierungsführung, die auf Platz 4 in Afrika läge. Der Kampf gegen Korruption, die Dürre und Armut seien weiterhin Hauptaufgabenbereiche, die es zu lösen gelte.

Die Förderung vormals benachteiligter Namibier sei weiterhin ein Fokus der namibischen Regierung. Dies betonte Staatspräsident Hage Geingob in seiner gestrigen „Rede zur Lage der Nation“. Man werde aus diesem Grund den seit langem vorliegenden Gesetzesvorschlag zum “Namibia Equitable Economic Empowerment Framework“ NEEEF erneut intern überprüfen. Geingob erwarte, dass der Vorschlag noch in diesem Jahr der Nationalversammlung zur Abstimmung vorgelegt werde. Die Umverteilung von Wohlstand sei ein nicht zu diskutierender Aspekt und Grundlage dafür alle Namibier aus der Armut zu holen.

Namibia kann einen Großteil seines Strombedarfs mittlerweile durch inländische Produktion abdecken. Dies geht auch aktuellen Zahlen hervor, die im Rahmen der National Energy Policy erhoben wurden. Demnach liege der Maximalbedarf, ohne das Zink-Bergwerk Scorpion bei 652 Megawatt. Die inländische Produktionskapazität wurde, vor allem durch Solarenergie, von 400 Megawatt im Jahr 2015 auf fast 560 im vergangenen Jahr gesteigert. Namibia generiere 40 Prozent seines Stroms aus Erneuerbaren Energien, was im international Vergleich ein sehr guter Wert sei. - Bis zu 318 Megawatt müssten dennoch weiterhin aus dem Strompool des Südlichen Afrika importiert werden.

Die Regierung wird ihre Prioritäten bei der Entwicklung des Landes und der Armutsbekämpfung verändern müssen. Dies ist das Ergebnis eines selbstkritischen Berichts von Staatspräsident Hage Geingob zu dem von ihm ins Leben gerufenen „Harambee-Wohlstandsplan“. Demnach seien einige Aspekte zu ambitioniert gewesen, wie Geingob nun eingestehen musste. Zu den gescheiterten Punkten von Harambee gehört die Ankündigung 50.000 Sanitäranlagen in ländlichen Gebieten zu errichten. Es fehle dem Staat schlichtweg in der aktuellen wirtschaftlichen Situation an Geld, heißt es. Es gäbe aber durchaus auch Erfolge zu verzeichnen. So sei der Zugang zu sauberem Trinkwasser nun 95 Prozent der Bevölkerung möglich.


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