Montag 10. Dezember 2018

18. Juli 2016 - Nachrichten am Mittag

Sitzungssaal der Nationalversammlung; Lonelyplanet/Wikimedia Commons

Die Nationalversammlung Namibias verfolgt den Vorschlag weiter, den 28. Mai zu einem nationalen Feiertag zu erklären. Laut einer Zeitungsanzeige können begründete Zustimmungen oder Ablehnungen zu diesem Vorschlag bis 31. August 2016 eingereicht werden. Der Tag soll den Angaben nach zum „Tag des Völkermordes“ erklärt werden, da am 28. Mai 1908 die letzten Konzentrationslager im damaligen Deutsch-Südwestafrika geschlossen wurden. Der Tag gelte als offizielles Ende des Völkermordes an den Herero und Nama durch die Deutsche Schutztruppe.

In der Türkei geht die Regierung weiter gegen mutmaßliche Erdogan-Gegner vor. Mittlerweile wurden fast 9.000 türkische Beamte entlassen, darunter auch dutzende Gouverneure. Gleich nach dem Putschversuch waren bereits tausende Militärangehörige, Richter und Staatsanwälte festgenommen worden. Die EU ist zutiefst besorgt. Sollte die Türkei die Todesstrafe wieder einführen, wäre dass das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen, betonte Deutschlands Regierungssprecher Seibert heute nochmal.

Bei den anstehenden Lokalwahlen in Südafrika zeichnet sich erstmals ein möglicher Sieg der oppositionellen Demokratischen Allianz in Johannesburg ab. Letzten Umfragen nach, läge die DA bei 36 Prozent der Stimmen. Der regierende ANC von Staatspräsident Jacob Zuma kommt demnach nur auf 31 Prozent. Unabhängige Analysten sehen den ANC hingegen bei maximal 50 Prozent, wohingegen die DA auf mindestens 34 Prozent komme. Vor fünf Jahren kam der ANC auf etwa 59 Prozent. – Ein ähnliches Bild habe sich auch bereits in letzten Analysen für der Hauptstadtregion Tshwane abgezeichnet.

Trotz aller Anstrengungen im Kampf gegen Aids, ist und bleibt die Krankheit die häufigste Todesursache für Jugendliche in Afrika. Das hat Unicef-Direktor Anthony Lake zum Start der internationalen Aids-Konferenz imn südafrikanischen Durban mitgeteilt. In Sub-Sahara-Afrika, wo rund 70 Prozent der Menschen in der Welt mit Aids leben, waren drei von vier Jugendlichen, die sich 2015 mit HIV angesteckt haben, Mädchen. Weltweit ist Aids der zweithäufigste Grund, warum Jugendliche sterben.


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