Donnerstag 14. November 2019

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18. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Aktivisten in Deutschland, die die Völkermords-Klage von Herero und Nama unterstützen, sind besorgt wegen Konflikten innerhalb der Nama. Laut Namibian forderten sie Nama-Führer auf, die Entlassung der Verbands-Vorsitzenden Ida Hoffmann zu überdenken. Dieser Schritt gefährde die Arbeit des Verbands und Kontakte, die Hoffmann über Jahre geknüpft habe. Unterzeichner des Briefes seien die Aktivisten Christian Kopp und Reinhart Kößler. Dem Namibian zufolge werfen Nama-Führer Hoffmann vor, sie nicht genügend über den Verlauf der Bemühungen um Reparationen zu informieren. Hoffmann war trotz ihrer Entlassung vergangene Woche nach New York gereist, um einer Anhörung wegen der Völkermords-Klage beizuwohnen. Die Anhörung wurde auf Bitten ihres Anwalts auf Januar vertagt, weil die Klage der deutschen Regierung noch nicht zugestellt werden konnte.

Die Millionen-Honorare für Anwälte zur Beratung wegen einer möglichen Völkermords-Klage Namibias gegen Deutschland sorgen weiter für Schlagzeilen. General-Staatsanwalt Sacky Shangala hat Finanzminister Calle Schlettwein laut Namibian in einem scharf formulierten Brief aufgefordert, sich nicht in Zuständigkeiten der Anti-Korruptions-Kommission ACC einzumischen. Schlettwein hatte ACC-Direktor Paulus Noa dafür kritisiert, dass er die Untersuchung eingestellt hatte. Dabei ging es um bis zu 47 Millionen Namibia Dollar für Rechtsgutachten zu Aussichten einer Klage gegen Deutschland auf Reparationen für den Völkermord an Herero und Nama während der Kolonialzeit. Dem Namibian zufolge richtete sich die Untersuchung vor allem gegen Shangala.

Unter Lehrern der Regierungsschulen wächst der Unmut wegen unbesetzter Stellen und mangelnder Planung des Bildungsministeriums. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, marschierten gestern in Windhoek etwa 150 Mitglieder der Lehrer-Gewerkschaft TUN zum Büro des Ministeriums. In einer Petition warfen sie Ministerin Katrina Hanse-Himarwa vor, die Veröffentlichung der jährlichen Übersicht über freie Stellen an den Regierungsschulen zu verzögern. Laut AZ erscheint sie üblicherweise im Juli, wurde jedoch diesmal mehrfach verschoben und nun für Mitte November versprochen. Eine Oberschule in Windhoek habe damit gedroht, im Januar geschlossen zu bleiben, wenn freie Stellen nicht besetzt werden. Die Lehrer beklagen, überlastet zu sein und bei gleichem Gehalt zusätzliche Aufgaben zu erledigen. Das Ministerium verweist auf fehlende Mittel.

Im Katalonien-Konflikt nehmen die Spannungen zwischen der Region und der Zentralregierung in Madrid weiter zu. In Barcelona sind am Abend rund 200.000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Demonstranten zogen mit Kerzen durch das Zentrum Barcelonas und forderten die Freilassung zweier in U-Haft sitzender Anführern der Unabhängigkeitsbewegung.

Chinas Staatchef Jingping hat die Kommunistische Partei auf die Herausforderungen der Volksrepublik eingeschworen. In seiner Eröffnungsrede zum KP-Kongress sagte er: Die Welt befände sich in tiefgreifenden Veränderungen. Chinas Aussichten seien zwar gut, es gebe aber Probleme - etwa in der Bildung und bei der medizinischen Versorgung. Jingping lobte den Kampf gegen Korruption. Bei dem einwöchigen Treffen dürfte der 64-jährige im Amt des Parteichefs bestätigt werden. Um seine Macht auszubauen, will Jingping weitere Gefolgsleute in Führungspositionen bringen.

Der Nationale Kunst-Rat NACN fördert auch in diesem Jahr wieder Nachwuchs-Künstler und Kunstprojekte in Namibia. Der NACN habe mit verschiedenen Institutionen gestern Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, meldet die Presseagentur NAMPA. Zu den Partnern zählen Ministerien, Kunstzentren und Institutionen wie College of the Arts, Nationaltheater, die staatliche Rundfunkgesellschaft NBC und das Franco-Namibian Cultural Centre. Der NACN will Kunstprojekte unterstützen und Stipendien zur Verfügung stellen. Die Abkommen haben laut NAMPA einen Gesamtwert von 1,6 Millionen Namibia Dollar.

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