Donnerstag 06. August 2020

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18. Oktober 2018 - Nachrichten am Morgen

Der russische Geschäftsmann Rashid Sardarow hat trotz der Kritik am Verkauf von Land an Ausländer vier Farmen nahe Windhoek erworben. Laut Namibian hat Sardarow die Farmen der Regierung übertragen und sie im Gegenzug für 99 Jahre gepachtet. Es handele sich um insgesamt 17.000 Hektar mit einem Gesamtpreis von 43 Millionen Namibia Dollar. Die Transaktion habe Ende September stattgefunden - eine Woche vor der Konferenz zur Bodenreform, auf der bekräftigt wurde, kein Land mehr an Ausländer zu veräußern. Sardarow hatte laut Bericht bereits 2013 durch seine in der Schweiz registrierte Firma Comsar Properties SA rund 28.000 Hektar Farmland bei Dordabis östlich von Windhoek gekauft.

Die Europäische Union muss aufhören, Afrika nur mit den Augen eines Gebers von Entwicklungshilfe zu betrachten. Das erklärte die Leiterin der EU-Delegation in Namibia, Jana Hybášková, laut Allgemeiner Zeitung gestern zum Auftakt der dritten Dialogrunde zwischen EU und Namibia in Windhoek. Man müsse mehr in die Beziehungen investieren, denn Afrika sei der Kontinent der Zukunft. Ein Schwerpunkt des Treffens liegt auf den Wirtschaftsbeziehungen und insbesondere auf der Umsetzung des Partnerschaftsabkommens EPA. Dabei gehe es auch um die Einstufung Namibias als kooperations-unwilliges Steuergebiet. Laut Hybášková haben die Gespräche ein besonderes Gewicht, weil Namibia zurzeit den Vorsitz in der SADC innehat.

Namibia liegt in Bezug auf Konkurrenzfähigkeit im weltweiten Vergleich weiterhin im letzten Drittel. Laut Namibian nimmt Namibia im gestern veröffentlichten Global Competitiveness Report des Welt-Wirtschaftsforums unter den 140 Ländern Platz 100 ein. Dies sei ein Platz schlechter als im Vorjahr. Allerdings habe sich der Index der Konkurrenzfähigkeit leicht verbessert. Hauptkriterien des Competitiveness Reports sind Humankapital, Innovation und wirtschaftliche Stabilität. In Afrika liegt Namibia auf Rang sechs - hinter Mauritius, Südafrika, den Seychellen, Botswana und Kenia.

Präsident Hage Geingob reist heute zu einem dreitägigen Besuch nach Kenia. Laut Presseagentur NAMPA ist Ziel seiner Gespräche, die Kooperation zwischen beiden Ländern in den Bereichen Handel und Investitionen zu stärken. Am Samstag sei Geingob Gast der Feierlichkeiten zum kenianischen Heldengedenktag. Von Kenia aus reist Geingob weiter in die Schweiz, wo er kommende Woche am Welt-Investment-Forum in Genf teilnimmt. In Treffen mit Politikern und Geschäftsläuten will Geingob für Investitionen in Namibia werben.

Im Fall des verschwundenen Journalisten Khashoggi haben Türkische Ermittler am Abend den Wohnsitz des saudi-arabische Konsuls in Istanbul durchsucht. Zum zweiten Mal ist auch das Konsulat selbst nach Beweisen durchkämmt worden. Der Zugriff hatte sich zunächst verzögert, weil Saudi-Arabien seine Zustimmung verweigert hatte. Nach wie vor besteht der Verdacht, dass der regimekritische Journalist beim Besuch des saudischen Konsulats ermordet wurde.

Das durch einen Korruptionsskandal erschütterte Sambia kann weiter auf Gelder aus Deutschland zählen. Die Programme, aus denen Gelder abgezweigt wurden, habe die Bundesrepublik nicht gefördert, heißt es aus dem Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Laut Medienberichten sollen sich sambische Regierungsangestellte in diversen Ministerien bedient haben - es geht um mehrere Millionen US-Dollar. Großbritannien, Finnlannd, Irland und Schweden haben ihre Zahlungen für's Erste eingefroren.

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